Fusion im April 2014 Canon übernimmt Halbleitergeschäft von Molecular Imprints

Redakteur: Stefan Liebing

Molecular Imprints, Spezialist für Nanostrukturierungssystemen und -lösungen, gab heute bekannt, man habe eine Vereinbarung über den Verkauf des Bereiches Imprint-Lithografieausrüstung für Halbleiter an die in Tokyo, Japan, ansässige Canon Inc. unterzeichnet. Canon stellt derzeit KrF-Eximer und optische i-line Illumination Lithografieplattformen her und vermarktet diese.

Imprio 450, High Resolution, Low Cost CMOS Nanoimprint Lithography System
Imprio 450, High Resolution, Low Cost CMOS Nanoimprint Lithography System
(Bild: MolecularImprints)

Canon begann 2004 mit der Forschung im Bereich der Nanoimprint-Technologie, um den Markt für Lithografieausrüstung für moderne hochauflösende Strukturierung zu erschließen. Das Unternehmen arbeitet seit 2009 gemeinsam mit MII und einem großen Halbleiterhersteller an der Entwicklung von Massenproduktion mithilfe der Jet and Flash(TM) Imprint Lithography (J-FIL(TM)) Technologie von MII.

"Nachdem wir vor vier Jahren eine Unternehmensallianz mit Canon eingingen, um eine kostengünstige, technologiegestützte Nanolithografie-Lösung für die Halbleiterindustrie zu entwickeln, kann ich über den enormen Fortschritt auf dem Weg zu diesem Ziel nur stolz sein. Eine Fusion war aufgrund dieses Erfolgs der nächste natürliche Schritt für unsere Unternehmen", erklärte Mark Melliar-Smith, CEO von Molecular Imprints.

Im Jahr 2011 startete Canon die Phase IV seines Excellent Global Corporation Plans, wobei eine der Strategien die Geschäftsentwicklung durch weltweite Diversifikation vorsah. "Die Übernahme von MII wird unsere Unternehmenseinheit "Industry and Others" erheblich stärken", sagte Dr. Toshiaki Ikoma, CTO von Canon. "Wir sind auf diese innovative Herstellungsmöglichkeit von Halbleitern sehr gespannt und freuen uns auf den Aufbau fortschrittlicher Technologieentwicklung in Austin, Texas."

Molecular Imprints wurde auf dem Rücken von Technologien gegründet, die an der University of Texas in Austin (UT) von den Professoren SV Sreenivasan und Grant Willson entwickelt wurden. In den vergangenen Jahren hat Molecular Imprints mit Canon und anderen Partnern aus der Halbleiter-Infrastrukturindustrie zusammengearbeitet, um es der Branche auch weiterhin zu ermöglichen, durch die Umgehung von Auflösungsbegrenzungen und trotz der stark zunehmenden Kostenbelastung bei optischer und EUV-Lithografie das mooresche Gesetz einzuhalten. Die erstmalige Produktionsanwendung von J-FIL ist für FLASH Speicher in den kommenden zwei Jahren geplant.

Auf dem Weg der Einführung von J-FIL in der fortgeschrittenen Halbleiterfertigung durch Canon macht diese Fusionsvereinbarung die Gründung eines neuen Spin-out-Unternehmens möglich, das den ursprünglichen Namen "Molecular Imprints" beibehält. Es hat dadurch den enormen Startvorteil, Schlüsselpersonal und das gemeinsam von Canon und MII gehaltene Urheberrechtsportfolio zu behalten, ebenso wie zahlreiche Systemplattformen, die dazu ausgelegt sind, die wachsende Nachfrage nach Strukturierung im Nanomaßstab für Unterhaltungselektronik und biomedizinische Anwendungen zu erfüllen.

"Wir freuen uns darauf, eine kostengünstige Herstellungslösung im Nanomaßstab für Bildschirm-, Festplattenlaufwerk- und Biotechnologie sowie andere sich entwickelnde Märkte bereitstellen zu können", sagte David Gino, COO von Molecular Imprints. Hr. Gino wird CEO des neuen Unternehmens Molecular Imprints, sobald es kurz vor dem Abschluss der Fusionsvereinbarung mit Canon ausgegliedert wird.

Der Abschluss der Fusion wird im April 2014 erwartet und unterliegt den üblichen Aktionärs- und Regierungszustimmungen.

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