Sensorik und Messtechnik Branche erholt sich leicht: Fokus auf Cyber-Sicherheit und Indien

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Nach rückläufigen Umsätzen im Vorjahr verzeichnet die Sensorik- und Messtechnikbranche zum Jahresende 2025 wieder ein moderates Umsatzplus. Neben den reinen Geschäftszahlen treiben die Unternehmen vor allem zwei Themen um: die Umsetzung des EU Cyber Resilience Acts und die strategische Erschließung des indischen Marktes.

Die Sensorik-und Messtechnikbranche konnte zum Jahresende 2025 ein moderates Umsatzplus verzeichnen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Sensorik-und Messtechnikbranche konnte zum Jahresende 2025 ein moderates Umsatzplus verzeichnen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die wirtschaftliche Lage der Sensorik- und Messtechnikbranche hat sich im vierten Quartal 2025 leicht stabilisiert. Wie aus der aktuellen Branchenumfrage des AMA Verbands hervorgeht, stiegen die Umsätze im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal (Q3 2025) um ein Prozent. Im Jahresvergleich fällt das Plus deutlicher aus: Gegenüber dem vierten Quartal 2024 verzeichneten die Unternehmen ein Umsatzwachstum von elf Prozent.

Auch die Auftragseingänge entwickelten sich mit einem Plus von zwei Prozent leicht positiv. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 0,96, was auf eine verhaltene, aber stetige Nachfrage auf dem Markt hindeutet. Ein weiteres positives Signal für den Standort: Kurzarbeit spielte in der Branche zuletzt praktisch keine Rolle mehr.

Cyber Resilience Act: Ein Drittel ist noch unvorbereitet

(Bild:  AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)
(Bild: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)

(Bild:  AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)
(Bild: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik)

Ein besonderes Augenmerk legte der Verband diesmal auf regulatorische Anforderungen, die für Entwickler und Hersteller vernetzter Elektronik gravierende Folgen haben: den EU Cyber Resilience Act (CRA). Die Umfrage zeigt, dass die Sensibilisierung für das Thema in der Branche zwar vorhanden, die praktische Umsetzung aber oft noch im Anfangsstadium ist.

Rund 31 Prozent der befragten AMA-Mitglieder sehen sich bereits gut auf die neuen Security-Vorgaben vorbereitet. Ein weiteres Drittel (33 Prozent) befindet sich aktuell in der Planungsphase. Bedenklich: Ebenfalls 33 Prozent der Unternehmen gaben an, bisher noch keine konkreten Maßnahmen für den CRA umgesetzt zu haben.

Indien wird als Markt immer strategischer

Die europäische Sensorik-Branche bleibt weiterhin stark exportgetrieben. Die Exportquote lag 2025 bei 50 Prozent, wovon 31 Prozent auf das europäische Ausland entfielen. Doch der Blick richtet sich zunehmend auf Asien und insbesondere auf Indien. Befeuert durch die laufenden Freihandelsverhandlungen zwischen der EU und Indien, rückt der Subkontinent in den strategischen Fokus der Elektronik- und Sensorikunternehmen:

  • 48 Prozent der Befragten planen, ihre bestehenden Aktivitäten in Indien weiter auszubauen.
  • 19 Prozent prüfen derzeit aktiv einen Markteintritt.
  • Nur etwa ein Viertel der Unternehmen sieht für sich aktuell keinen Handlungsbedarf in dieser Region.

Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbands, fasst die Stimmung zusammen: „Viele Mitgliedsunternehmen zeigen eine vorsichtige Zuversicht und arbeiten daran, sich auf die kommenden regulatorischen und technologischen Herausforderungen vorzubereiten. Der Fokus liegt klar auf Verlässlichkeit, Innovation und einer schrittweisen Stärkung der Cyber Resilienz.“ (heh)

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