Erfolg auf der Rennstrecke Bosch nutzt All-Programmable-SoCs von Xilinx

Redakteur: Holger Heller

Bosch Motorsport, Teil der Bosch Engineering Group, mit Hauptsitz in Abstatt, verwendet die All-Programmable-Bausteine Zynq-7000 von Xilinx im Prozessor-Core (HEL; High Efficiency Logic) seiner jüngsten ECU (Engine Control Unit).

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Die HEL-basierten ECUs werden in die Rennwagen LMP1 von Porsche eingesetzt, die an der WEC (World Endurance Championship) der FIA teilnehmen. Die Leistungsfähigkeit und Robustheit der auf den Zynq-SoCs basierenden Bosch-ECU erlaubte es dem Rennteam, bereits mehrfach Plätze auf dem Siegerpodest zu erobern.

Die von Bosch entwickelte HEL-basierende ECU ist verantwortlich für das komplette Management des Motors wie z.B. Mehrdüseneinspritzung und Drucküberwachung. Neben dem Erfassen von Motordaten, hat die ECU auch weitere Funktionen wie Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse und Antischlupfregelung.

Ein All-Programmable-SoCs Zynq-7020, das ein ARM-Cortex-A9-MPCore-Prozessorsystem mit zwei Prozessorkernen enthält, dient als Zentrale der ECU. Während die meisten Steueralgorithmen sequenziell auf den ARM-Kernen laufen, wird der programmierbare Logikteil des Zynq-Bausteins für das parallele Erfassen der Motordaten und als Schnittstelle zu anderen Subsystemen über PWM, RS-232, LIN, CAN oder Ethernet sowie die echtzeitkritische Signalverarbeitung und I/O-Steuerung benutzt.

Bosch Motorsport geht es auch darum, die Flexibilität und Skalierbarkeit der All-Programmable-SoCs der Zynq-7000-Bausteine weiter zu nutzen. Diese Zynq basierte Baugruppe wird auch als Prozessor-Plattform für andere Anwendungen eingesetzt werden. Es bestehen Pläne, sie auch für die Steuerung von Benzinmotoren in Rennwägen anderer Rennserien als Datenlogger oder als Controller für Grafikdisplays in den Fahrzeugen zu verwenden.

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