Humanoide Roboter im Werk Bosch kooperiert mit Neura bei Trainingsdaten und Fertigung

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Bosch erschließt die humanoide Robotik für sich: Eine neue Tochterfirma soll zusammen mit Neura Robotics Daten direkt aus dem Produktionsalltag sammeln. Gleichzeitig deutet Bosch an, später auch Komponenten, Motoren oder sogar Endmontage beisteuern zu können.

Neura-CEO David Reger und sein Vorzeige-Humanoide 4NE1: Wird der Roboter bald in der Fertigung arbeiten?(Bild:  Neura Robotics)
Neura-CEO David Reger und sein Vorzeige-Humanoide 4NE1: Wird der Roboter bald in der Fertigung arbeiten?
(Bild: Neura Robotics)

Bosch und Neura Robotics haben eine strategische Technologie- und Entwicklungspartnerschaft vereinbart. Parallel dazu hat Bosch eine eigene Gesellschaft gegründet, die Robert Bosch Robotics GmbH. Für den Start nennt Bosch rund 70 Mitarbeitende. Ziel sei, humanoide Robotik industriell zu skalieren und das Feld weiterzuentwickeln.

Im Zentrum der Kooperation steht ein Problem, das Robotikunternehmen nicht alleine lösen können: Daten aus echter, unaufgeräumter Realität. Neura-Chef David Reger dazu: „Physische Trainingsdaten sind die größte Herausforderung in der Robotik, niemand hat diese Daten“. Synthetisches Training oder selbst die eigenen „Neura Gyms“ helfen da nur bedingt weiter. Mit Bosch habe Neura nun „die Möglichkeit, reale Daten zu erfassen, sie zu strukturieren und zu nutzen“.

Sensoranzüge statt Simulationswelt

Die Partner wollen in Bosch-Werken „reale Arbeits-, Bewegungs- und Umgebungsdaten“ erfassen, unter anderem mit Sensoranzügen. Damit geht es nicht nur um Videos, sondern um Bewegungsabläufe, Kontaktpunkte und Abläufe, die ein Humanoid später nachmachen soll. Reger zieht dafür einen Vergleich: „Man kann Schwimmen nicht nur mithilfe eines Videos trainieren.“

Bosch bietet Komponenten, Motoren, Endmontage

Bosch deutet zudem an, nicht bei Software und Datensammeln stehen bleiben zu wollen. Das Unternehmen spricht von einer „potenziellen Zulieferung von Robotik-Komponenten“, von einer möglichen Endmontage sowie Motorenfertigung für humanoide Roboter. Das wäre ein Schritt weg vom reinen Entwicklungspartner hin zum Industriepfad: Fertigung, Qualitätssicherung, Testabdeckung und Servicekonzepte werden dann genauso wichtig wie KI-Modelle. (mc)

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