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Aus Daten wird Wissen, aus Wissen wird Nutzen
Die zahlreichen, stets aktuellen und damit qualitativ hochwertigen Daten können mit Hilfe von Software ausgewertet werden. Die von intelligenten Algorithmen aufgezeigten Zusammenhänge und Wirkmechanismen helfen bei der weiteren Optimierung des Gesamtsystems.
Bosch-Projektleiter Andreas Müller verdeutlicht die Vorteile der modernen Abläufe: „Der Produktionsprozess optimiert sich selbst. Neue Daten führen zu neuen Erkenntnissen. Neue Erkenntnisse führen zur Verbesserung des Systems. Das nun verbesserte System führt wiederum zu neuen Daten. Aus Daten wird Wissen, aus Wissen wird Nutzen. Der Verbesserungskreislauf ist geschlossen.“
Gemeinsame Arbeit an der optimierten Wertschöpfungskette
Durch die Standardisierung von Datenströmen über Unternehmensgrenzen hinweg ist es möglich, weitere Geschäftspartner wie Kunden und Zulieferer in die Prozessoptimierung einzubeziehen. „Vernetzte und damit intelligente Produktion und Logistik rücken ein Stück näher, wenn Material- und Informationsflüsse durchgängig über Unternehmensgrenzen hinweg gestaltet werden können.
Bosch gelingt es mit seinen Partnern, die Vision des Supply Chain Managements umzusetzen“, begründete Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Stölzle von der Universität St. Gallen das Urteil des Expertengremiums. Im Pilotprojekt beispielsweise arbeitet Bosch mit einem Motorenhersteller und einem Lieferanten von Mehrwegbehältern zusammen.
Ausblick: Prozess-, Sensorik- und Software-Knowhow
Bosch arbeitet aktuell an der Verbreitung der Anwendung an eigenen Fertigungsstandorten auf der ganzen Welt und der Umsetzung mit weiteren Partnern. Auch an der Weiterentwicklung der technischen Lösungen wird gearbeitet. Heute sind RFID-Tags die gängigen Informations- und Datenträger. Zukünftig werden zusätzlich internetfähige Sensoren die Statusinformationen von Objekten übermitteln.
Die Quantität und Qualität der Daten wird weiter zunehmen. Intelligente Softwarelösungen und leistungsstarke Algorithmen werden die Daten auswerten. So erschließen sich neue Verbesserungspotenziale. Als einer der weltweit führenden Sensorproduzenten kann Bosch hier auf eigene Produkte zurückgreifen. Das unternehmenseigene Software- und Systemhaus Bosch Software Innovations stellt maßgeschneiderte Softwarelösungen zur Verfügung.
„Durch die Kombination unseres Prozess-, Sensorik- und Software-Knowhows können wir unsere eigene Wertschöpfung und die unserer Partner weiter optimieren. Wir sehen uns auf dem Weg zur vernetzten Produktion als Leitanwender und Leitanbieter von Soft- und Hardware“, so Asenkerschbaumer. Gerade an den Schnittstellen der Wertschöpfungsnetzwerke lassen sich Kosten reduzieren und neue Dienstleistungen aufsetzen.
Über den VDA Logistik Award
Der VDA Logistik Award wurde in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen. Bosch erhält die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. Auch 2009 konnte ein innovatives Logistikkonzept des Unternehmens die Fachjury überzeugen. Mit dem Award ausgezeichnet werden Unternehmen, die mit ihren Logistiklösungen Vorbild für andere Unternehmen der Automobilindustrie sind.
Schwerpunkt der Bewertung ist die Wirtschaftlichkeit der umgesetzten Lösungen. Sie sollen einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie leisten. Die Jury besteht aus je einem Vertreter der Wissenschaft, eines OEMs, eines Zulieferers, der Fachpresse, eines Logistikverbandes und dem VDA.
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