Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung BMW setzt als erster Autobauer FlexRay-Technologie ein
Mit dem nächsten Sports Activity Vehicle (SAV) X5 führt BMW als erster Autohersteller die FlexRay-Technologie ein – ein System für die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung innerhalb
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Mit dem nächsten Sports Activity Vehicle (SAV) X5 führt BMW als erster Autohersteller die FlexRay-Technologie ein – ein System für die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung innerhalb des Autos, das die Kommunikation zwischen Sensoren und ICs verbessert. FlexRay kommt zum Einsatz im Zusammenhang mit dem Fahrwerkspaket Adaptive Drive des X5. Durch den beschleunigten Datenaustausch könne das System noch schneller und exakter auf das Fahrverhalten reagieren, als dies mit bisherigen Bussystemen möglich war.
Adaptive Drive erlaube dem Fahrer, die Fahreigenschaften des Wagens je nach Bedarf von sportlich bis komfortabel zu verändern. Die Regelung erfolgt stufenlos, wobei jede Einstellung nach Wunsch des Lenkers möglich ist. Das System erfasst und berechnet mithilfe von Sensoren permanent Daten über Geschwindigkeit, Lenkwinkel, Längs- und Querbeschleunigung, Aufbau- und Radbeschleunigung sowie die Höhenstände. Anhand dieser Informationen werden sowohl die Schwenkmotoren der Stabilisatoren als auch die elektromagnetischen Ventile der Stoßdämpfer gesteuert. Seitenneigung und Dämpfung lassen sich so jederzeit situationsgerecht regulieren.
FlexRay vereint die besten Eigenschaften der beiden Protokolle TTP und Byteflight
Das von einem Entwicklungskonsortium unter führender Beteiligung von BMW zur Serienreife entwickelte FlexRay-System bietet eine bislang unerreichte Datentransferkapazität. Fahrzeugdaten lassen sich nun noch schneller zwischen einzelnen Fahrwerksregelsystemen austauschen. Somit erfolgen die Eingriffe noch präziser als bisher.
Der neue BMW X5 sei das erste Fahrzeug, bei dem FlexRay zum Einsatz kommt. Allerdings könnte das System auch für andere Funktionen im Auto eingesetzt werden. So könnten Sensoren eingebunden werden, die in den Seitenspiegel integriert sind und den Fahrer vor Fahrzeugen im toten Winkel warnen. Schließlich könnte FlexRay künftig das gesamte Bordnetz ersetzen.
Der untenstehende Link führt auf einen Fachartikel, in dem Marcel Wille, Experte für Busarchitekturen am Institut für Informatik der TU Clausthal, den aktuellen Stand von FlexRay und die Technologie schildert.
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