Überspannungsschutz Blitzmessgerät für das Hermanns-Denkmal
Das Hermanns-Denkmal bei Detmold dient jetzt auch als Objekt für Blitzforscher. Anfang Juli wurden dort in 30 Metern Höhe drei Sensoren des Blitzmessgerätes Lightning Monitoring Systems LM-S von Phoenix Contact angebracht. Das Gerät erkennt und analysiert alle wichtigen Parameter der Blitzstoßströme.
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Er gilt als „Gründer der deutschen Nation“: Armin der Cherusker. Der germanische Cheruskerfürst Armin, oder auch Hermann genannt, besiegte im Jahr 9 die römischen Legionen unter Publius Quinctilius Varus in der berühmten Schlacht im Teutoburger Wald.


Objekt für die Blitzforscher
Mit seiner exponierten Lage und dem in die Luft gestreckten Schwert wird das Hermanns-Denkmal im südlichen Teutoburger Wald häufig von Blitzen getroffen, das wissen Blitzforscher. Aber wie viele sind es genau, mit welcher Intensität, aus welcher Richtung und mit welchen Folgen? Um das herauszufinden, wurden am Mauerwerk des Sockels direkt unterhalb der Statue am 2. Juli 2012 drei Blitzstrommessgeräte installiert. Mit der Installation des Messgerätes fördert Phoenix Contact ein „Demonstrations- und Forschungsobjekt in der Nähe des Unternehmenssitzes“, freut sich Dr. Martin Wetter, Leiter des Geschäftsbereichs Überspannungsschutz des Unternehmens. Die Daten über Anzahl und Intensität der Blitzeinschläge werden nun erfasst und stehen ab Herbst über ein integriertes Webinterface online sowie an einem Monitor im Besucherzentrum zur Verfügung.
Das Projekt entstand in Kooperation zwischen dem Landesverband Lippe und Phoenix Contact. Der Landesverband wird am Fuße des Denkmals ein Infoterminal errichten, um eine neue Touristenattraktion am Hermann zu schaffen. Dort können dann die aufbereiteten Daten über die Blitzeinschläge nachverfolgt werden. Die Gesamtkosten für das Projekt übernahm der Blomberger Verbindungstechnik-Spezialist. Das Familienunternehmen hatte im April dieses Jahres den Hermes Award 2012 der Deutschen Messe für das Blitzstromüberwachungs-System erhalten, das für die Optimierung der Wartungseinsätze bei Windkraftanlagen entwickelt wurde.
Das Lightning Monitoring System
Das Lightning Monitoring System erfasst Stoßströme auf Basis des Faraday-Effektes. Als Messmedium wird ein polarisiertes Lichtsignal verwendet. Die magnetische Flussdichte des Stoßstromes beeinflusst die Polarisationsebene des Lichtsignals.
Die Auswerteeinheit analysiert aus dieser Beeinflussung die typischen Parameter der Blitzcharakteristik, wie maximale Stromstärke, Polarität, Blitzstromsteilheit, Ladung und Energie. Das übergeordnete Management-System kann diese Informationen verarbeiten und bewerten.
Wandlung und Auswertung
Im Steuerschrank der Anlage ist die Auswerteeinheit installiert. Permanent analysiert sie die Lichtsignale von den Sensoren. Eine LED-Kette signalisiert den aktuellen Status am Gerät.
Der austauschbare optoelektronische Wandler ist für den Anschluss von bis zu drei Sensoren ausgelegt. Über die Ethernet-Schnittstelle und das integrierte Web-Interface erhält der Nutzer Fernzugriff auf die wichtigsten Daten der Anlagen.
Der Blitzsensor
Die Blitzsensoren sind auf den blitzstromführenden Leitungen der Anlage montiert. Sie werden mit Lichtwellenleitern an den optoelektronischen Umsetzer der Auswerteeinheit angeschlossen. Bei Windkraftanlagen erfasst jeweils ein Sensor pro Flügel die Blitzstromstöße in der Ableitung.
Quellen: Wikipedia, Phoenix Contact
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