Gesetzesvorlage Biden verbietet vernetzte Autos chinesischer Hersteller

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die US-Regierung befürchtet, dass Elektronik chinesischer Autos Daten über ihre Besitzer sammeln kann. Der scheidende Präsident kündigte im September 2024 eine Maßnahme an, die jetzt an Fahrt gewinnt.

Der Gesetzesentwurf zum Verbot des Verkaufs vernetzter Fahrzeuge von Herstellern unter chinesischer oder russischer Kontrolle hat mittlerweile das Weiße Haus erreicht.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Gesetzesentwurf zum Verbot des Verkaufs vernetzter Fahrzeuge von Herstellern unter chinesischer oder russischer Kontrolle hat mittlerweile das Weiße Haus erreicht.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

US-Präsident Joe Biden stellt auf den letzten Metern seiner Amtszeit neue Hürden für chinesische Autos auf. Nach neuen Regeln werden in den USA keine vernetzten Fahrzeuge von Herstellern unter chinesischer oder russischer Kontrolle mehr verkauft werden dürfen. Das Verbot soll ab dem Modelljahr 2027 gelten.

Im Visier steht dabei die Elektronik in den Autos: Mobilfunk und andere Kommunikationstechnik sowie Fahrassistenz-Systeme. Eine Gefahr sei, dass sich Gegner aus dem Ausland Zugang zu Daten verschaffen könnten, heißt es in der Mitteilung des Weißen Hauses. Den Entwurf für das Gesetz hatte das US-Handelsministerium bereits im September 2024 eingereicht.

Keine Ausnahme für US-Produktion

Betroffen sind auch Fahrzeuge, die in den USA gebaut werden. Das könnte zum Beispiel den Tesla-Konkurrenten Polestar in eine schwierige Lage bringen. Er baut Fahrzeuge im US-Bundesstaat South Carolina, steht aber letztlich unter Kontrolle des chinesischen Geely-Konzerns und dessen Gründers Li Shufu.

Die Robotaxi-Firma Waymo will unterdessen umgebaute Wagen der chinesischen Marke Zeekr für ihre nächste Fahrzeug-Generation einsetzen. Das Google-Schwesterunternehmen betont aber, dass man eigene Computer in die Karosserien einbauen werde.

Nächster Schritt nach Zöllen

Bidens Regierung schirmte den US-Automarkt bereits mit Zöllen von 100 Prozent auf Autos aus China ab. Donald Trump, der am 20. Januar als US-Präsident vereidigt wird, versprach stets ebenfalls einen harten Kurs gegenüber Peking. Sein aktueller enger Vertrauter Elon Musk, der den Elektroauto-Hersteller Tesla führt, hatte unterdessen seinerzeit die hohen Zölle als Marktverzerrung kritisiert. Tesla hat ein großes Werk in Shanghai und braucht den chinesischen Markt. (sb)

(ID:50285016)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung