Das USB Implementers Forum, USB-IF, hat mit Blick auf die USB-Nomenklatur in der Vergangenheit insbesondere für Konsumenten, aber auch bei Entwicklern und Herstellern für Verwirrung gesorgt. Wir gewähren einen kleinen Rückblick und einen Überblick über die aktuellen Bezeichnungen.
USB ist eine ziemlich nützliche Erfindung. Über die Namensgebung kann man sich allerdings noch unterhalten.
Universal Serial Bus (USB) oder genauer: das bit-serielle Datenübertragungssystem zur Verbindung eines Computers mit externen Geräten, ist wohl eine der praktischsten Erfindungen in unserem Alltag. USB-Stick rein in den passenden Anschluss und schon lassen sich unverzüglich Daten transferieren. Gab es zuvor die unterschiedlichsten Schnittstellentypen an Rechnern und Peripheriegeräten, so wurden sie inzwischen in den allermeisten Fällen durch USB ersetzt.
Aber USB ist nicht gleich USB. Es gibt inzwischen unterschiedlichste Ausführungen mit Blick auf Stecker, Buchsen und Datenübertragungsraten, sodass es inzwischen wieder schwierig geworden ist, den Überblick zu behalten. Der Gedanke einer einzigen, einfachen Schnittstellenvariante, mit der jeder arbeiten kann, ist mehr oder weniger abhandengekommen.
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Wenig hilfreich ist dabei obendrein, dass die USB-Nomenklatur in den vergangenen Jahren eine kaum zu durchschauende Komplexität gewonnen hat. War der Start mit USB 1.0 im Jahr 1996 noch recht simpel, so sind wir zwischenzeitlich bei Bezeichnungen wie USB 3.2 Gen 2x2 angekommen – oder SuperSpeed USB 20 Gbps (20 Gbit/s). Wer sich auskennt, der weiß, dass diese beiden Bezeichnungen dasselbe bedeuten. Doch wer blickt da schon durch, insbesondere wenn USB-Technologie nicht das tägliche Brot des Anwenders darstellt?
Das USB Implementers Forum
Seit dem Jahr 1995 beschäftigt sich das gemeinnützige USB Implementers Forum (USB-IF) mit der Förderung und Zertifizierung von USB. Weil USB ein Werkzeug ähnlich einer Eier legenden Wollmilchsau ist, empfiehlt das USB-IF selbstverständlich, USB-konforme Produkte zu kaufen, um Interoperabilität zu gewährleisten. Und damit der Kunde auf den ersten Blick zertifizierte Kabel, Ladegeräte und weitere Produkte erkennt, will das USB-IF sie leicht erkennbar machen.
Nur ist das in der Vergangenheit eher nicht so geglückt. Wer in der Suchmaschine seiner Wahl nach Begriffen wie „USB Nomenklatur“ sucht, findet zahllose Beiträge aus Fachpresse und von anderen Medien, dass die verständliche Benennung der USB-Produkte weitestgehend in die Hose gegangen ist. Denn wer nach USB 1.0 eine stringente Namensgebung wie USB 2.0, USB 3.0 und USB 4.0 erwartet hat, wird überrascht.
Die erste USB-Schnittstelle konnte Daten mit 12 Mbps übertragen und wurde USB 1.0 genannt, bevor sie in USB 1.1 umbenannt wurde. Bald darauf tauchte USB 2.0 auf und brachte schnellere Datenübertragungsgeschwindigkeiten von 480 Mbps. Der Nachfolger, USB 3.0, wurde 2008 veröffentlicht und konnte eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 5 Gbps unterstützen. Die nächste Version der USB-Schnittstelle wurde 2013 veröffentlicht und verdoppelte die Übertragungsgeschwindigkeit. Sie wurde USB 3.1 genannt, und an dieser Stelle nahm das Namensschema eine merkwürdige Wendung.
Das USB-IF beschloss, USB 3.0 in USB 3.1 Gen 1 umzubenennen, während USB 3.1 in USB 3.1 Gen 2 umbenannt wurde. Die nächste Iteration, USB 3.2, feierte 2017 ihr Debüt, und es wurde beschlossen, dass alle drei USB-3-Varianten erneut umbenannt werden sollten. USB 3.0 erhielt den Titel USB 3.2 Gen 1 und USB 3.1 wurde als USB 3.2 Gen 2 bezeichnet. Der „interessanteste“ Name ist der von USB 3.2, da er als USB 3.2 Gen 2x2 bezeichnet wurde.
Es wird Zeit für eine übersichtliche Nomenklatur
Es wird deutlich, dass das USB-IF seine liebe Mühe und Not damit hatte, dem Kunden die Unterschiede auf einen Blick deutlich zu machen. Dazu kam, dass Bezeichnungen wie SuperSpeed Plus und SuperSpeed+ niemals Teil der Marketingbezeichnung hätten sein sollen. Oder in den Worten des USB-IF im September 2022 (via ArsTechnica): „USB4 Version 1.0, USB4 Version 2.0, USB 3.2, SuperSpeed Plus, Enhanced SuperSpeed und SuperSpeed+ sind in den USB-Spezifikationen definiert. Diese Begriffe sollen jedoch nicht in Produktnamen, Nachrichten, Verpackungen oder anderen für Verbraucher zugänglichen Inhalten verwendet werden.“
Und damit war es beschlossene Sache, aktuelle USB-Versionen auf Produkten im Handel einfach basierend auf der Übertragungsgeschwindigkeit auszuzeichnen. „Produkte, die die USB-IF-Zertifizierung erfolgreich abschließen und eine Logo-Lizenzvereinbarung unterzeichnen, können die zertifizierten USB-Marken zur Kennzeichnung der unterstützten Leistungs- und Stromversorgungsprotokolle verwenden“, teilte das USB-IF damals mit – und die technikaffine Internetgemeinschaft atmete auf.
Stand: 08.12.2025
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Wenn Sie also in den Laden gehen und nach der neuesten USB-C-Technik mit der höchsten Übertragungsgeschwindigkeit Ausschau halten wollten, dann suchen Sie nicht nach der Bezeichnung USB4v2, sondern nach dem 80-Gbps-Logo. Alle aktuellen Logos für die Leistung, für die Ladegeräte sowie für die USB-Type-C-Kabel finden Sie in der Galerie. (sb)