Mess-Tipp Beurteilung der Signalqualität in einem FlexRay-Netzwerk mit der SI-Voting-Prozedur

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit der SI-(Signal Integrity-)Voting-Prozedur bekommmt der Messtechniker ein wertvolles Hilfsmittel in die Hand, um die tatsächliche Signalqualität in einem FlexRay-Netzwerk beurteilen zu können. Zudem ist das Verfahren besonders für Einsteiger interessant.

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Wegen seiner Einfachheit ist es insbesondere für Anwender interessant, die in das Thema FlexRay-Bussystem neu einsteigen und dabei nicht auf einen entsprechenden Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Zusammen mit dem Vehicle Serial Bus Analysator SB5000, das im Prinzip ein digitales Speicheroszilloskop ist, lassen sich Protokolle- und Physical Layer analysieren, die in Fahrzeugbus-Signalen wie FlexRay anzutreffen sind.

Mit der neuen Firmware Version 4.42 der SB5000-Serie wurde die SI-Voting-Prozedur integriert, die eine korrekte Bewertung von FlexRay-Bussignalen liefert, wo übliche Augendiagramm-Verfahren versagen.

Signaldarstellung mit Parametern und Pass/Fail-Test (Archiv: Vogel Business Media)

Die Vorgehensweise ist dabei sehr einfach: Der Anwender greift an einer beliebigen interessierenden Stelle im FlexRay-Netzwerk das Signal über einen Differenz-Tastkopf ab und führt es einem analogen Eingang des SB5000 zu.

Auf Knopfdruck erscheint ein geführtes Setup-Menü, über das sich die notwendigen Randbedingungen eingeben lassen:

  • Analoger Eingangskanal
  • Zielkanal des gefilterten Signals (MATH)
  • Bitrate – wird bei Bedarf durch einen vorherigen Signal-Scan automatisch ermittelt
  • Muster der zu testenden Zielbits

Die anschließende automatische Prozedur ermittelt dann die Ist-Werte der horizontalen und vertikalen Parameter und stellt die physikalische Kurvenform zusammen mit dem gefilterten Signal im Display dar. Durch den internen Vergleich der Ist-Werte mit den Soll-Werten gemäß Vorschlag innerhalb der EP L-Spezifikation (Electrical Physical Layer) ist das Resultat dann ein Pass/Fail-Test.

Filtermethode und Filtergrenzfrequenz

Auf Knopfdruck erscheint das Setup-Menü zur Eingabe der Randbedingungen (Archiv: Vogel Business Media)

Selbstverständlich kann der Anwender die Sollwerte im Setup-Menu beliebig manuell verändern, ebenso wie die Filtermethode und die Filtergrenzfrequenz. Da in vielen Fällen eine Dokumentation des Testergebnisses erforderlich ist, kann entsprechend ein Report erzeugt und exportiert werden, in dem detailliert die Messergebnisse zusammen gestellt sind.

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