Ethernet & WLAN Betrachtung zur Datenübertragung mit Wireless-Technologie

Autor / Redakteur: Ruud Vertommen * / Gerd Kucera

Wer Daten per Funk übertragen will, muss wissen wie viele Signale wie oft über welche Distanzen gesendet werden. Der Zusammenhang zwischen Frequenz, Reichweite und Datenmenge sollten bekannt sein.

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Bild 1: Der Wireless Acces Point WLANAP0C (rechts) schafft drahtlosen Zugang zu Ethernet-Netzwerken nach IEEE 802.11g und nutzt die weltweit lizenzfreie 2,4-GHz-Frequenz mit bis zu 300 m Reichweite. Der Wireless Client WLANCL00 (links) ist eine Bridge zwischen WLAN- und Ethernet-Netzen.
Bild 1: Der Wireless Acces Point WLANAP0C (rechts) schafft drahtlosen Zugang zu Ethernet-Netzwerken nach IEEE 802.11g und nutzt die weltweit lizenzfreie 2,4-GHz-Frequenz mit bis zu 300 m Reichweite. Der Wireless Client WLANCL00 (links) ist eine Bridge zwischen WLAN- und Ethernet-Netzen.
(Bild: Distrilec/Wachendorff)

Die einfache Telemetrie und die Überwachung und Steuerung von Automationssystemen aus großer Entfernung zählen zu den üblichen Anwendungen der kabellosen Datenübertragung. Der Anwender kann die Geräte sowohl für die unidirektionale als auch für die bidirektionale Datenübertragung nutzen. Außerdem hat er die Wahl zwischen verschiedenen Sendefrequenzen in lizenzfreien oder lizenzpflichtigen Bändern.

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Der lizenzfreie Standard liegt in Deutschland bei 869 MHz (Radiofunk/ISM-Band) und 2,4 GHz (WLAN). Die drahtlose Datenübertragung bietet sich überall dort an, wo eine Vernetzung von Maschinen und Steuerungssystemen mit Kabeln material- und kostenaufwändig wäre – beispielsweise auf weitläufigen Industriegeländen oder bei kommunalen Aufgabenstellungen wie in der Wasserwirtschaft.

Die vielen Vorzüge der Wireless-Technologie

Distrelec, der Katalogdistributor für elektronische Bauelemente, Industrieautomation, Messtechnik, Arbeitsplatzausstattung und industrielle IT führt ein umfassendes Geräte- und Zubehörspektrum für die drahtlose Übertragung von Steuerungs- und Prozessdaten in seinem Sortiment. Darunter sind Wireless-Plug-and-Play-Systeme, WLAN-Geräte sowie entsprechendes Zubehör von Wachendorff Prozesstechnik zu finden. Bei Katalogprodukten ist es entscheidend, dass sie schnell einsetzbar sind und problemlos funktionieren.

Wenn Prozessdaten über Wegstrecken von mehr als 50 m übertragen werden müssen, sind Wireless-Systeme zumeist kostengünstiger als kabelgebundene Lösungen. Die Topologie eines Geländes mit Gebäuden, Straßen oder sogar Flüssen stellt für die Funkübertragung kein wirkliches Hindernis dar. Sie verkürzt lediglich die Reichweite, was bei der Auslegung des Systems entsprechend berücksichtigt werden kann.

Im freien Feld, also mit Sichtverbindung, können Funksender und Funkempfänger Entfernungen bis zu 40 km überbrücken. Dabei können auch Signalverstärker (Repeater) eingebaut werden. Auch beim Einsatz auf beweglichem Gerät wie Kränen, Förderbändern, fahrerlosen Transportsystemen oder Wanderbaustellen kann die kabellose Datenübertragung ihre Vorteile ausspielen.

Ein weiterer großer Vorzug der Wireless-Technologie ist ihre Flexibilität. Beim Einsatz von Kabeln sind deren Anzahl sowie die Adernzahl beschränkt. Ein Wireless-System kann dagegen mit geringem Aufwand auf- oder umgerüstet werden. In der Regel reicht eine Umparametrierung der Geräte mittels Software und ein Übertragen dieser Neuerungen auf das System – per Funk natürlich.

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