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So wird die Systemkomplexität beherrschbar
Ein wesentlicher, wenngleich häufig vernachlässigter Bestandteil komplexer Software-Systeme ist deren Entwicklungsumgebung. Diese leistet einen wesentlichen Beitrag zur Beherrschung der Komplexität im Entwicklungsprozess und auch zum zielgerichteten und passgenauen Design der letztlich im Fahrzeug verbauten Software. Für die Gestaltung der COQOS-Umgebung wurden ähnliche Anforderungen gestellt, wie an COQOS selbst. Die Tools sollten modular, vielseitig einsetzbar und erweiterbar sein und auf einer am Markt weit verbreiteten Basis beruhen.
Ansätze von AUTOSAR wurden für Infotainment weiterentwickelt
Neben einfacher Konfigurierbarkeit steht vor allem auch die Unterstützung geforderter Entwicklungsmethoden im Vordergrund. So wurde auf der Basis von Java und Eclipse die von AUTOSAR definierte Methodik zur Gestaltung der Basissoftware in der Tool-Chain abgebildet. Da mit den COQOS-Entwicklungs-Tools jedoch nicht nur AUTOSAR-Software entwickelt werden soll, sondern auch eine Infotainment-Plattform, wurden die gedanklichen Ansätze von AUTOSAR in diesen Bereich weiterentwickelt. Als erstes Modul einer kundenfertigen Lösung der COQOS-Entwicklungsumgebung steht mit QONFORMAT ein Tool zur Verfügung, mit dem die AUTOSAR-Konformität von Basissoftwaremodulen nachgewiesen werden kann.
COQOS soll dem Endkunden einen hohen Nutzen bieten
Das Ziel für die Entwicklung von COQOS war es vor allem, einen hohen Nutzen für die Endkunden, d. h. für die Käufer moderner Automobile zu erzielen. COQOS sollte die Integration neuer, aufregender Funktionen ermöglichen ohne gleichzeitig das Gesamtsystem immer weiter zu verteuern. Dies ist nur möglich, wenn es auf längere Sicht gelingt, Hardware im Fahrzeug signifikant zu minimieren und den Entwicklungszyklus von softwarebasierten Funktionen drastisch zu verkürzen. Standardisierung, Wiederverwendbarkeit sowie die Trennung von Hardware und Software sind die Grundbausteine für die Zielerreichung, COQOS wird dieses ermöglichen. Damit wird es möglich sein, neue Funktionen, wie sie bisher nur aus der Oberklasse bekannt sind, auch im Volumensegment zu realisieren. Durch die konsequente Beachtung einschlägiger Normen für die Software-Entwicklung wird es dadurch möglich, Sicherheitskonzepte und Assistenzfunktionen auch in kleineren Fahrzeugen umzusetzen und damit unseren Verkehr sicherer zu gestalten.
*Frank-Peter Böhm ist CEO, Rolf Morich COO und Dr. Stefaan Sonck Thiebaut CTO der OpenSynergy GmbH, Berlin
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