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Zuverlässige Vorhersage oder Wunschdenken
Ein Blick durch die Kristallkugel ist eher ein Wunschgedanke, doch existieren heute praxisnahe Simulationswerkzeuge, welche den Verantwortlichen unterstützen, in die Zukunft zu schauen.
Eine simulative Betrachtung mit einer 3-D-Software wie 6SigmaROOM ist die Voraussetzung für eine sichere Vorhersage. Nicht nur in der Planung eines neuen Rechenzentrums können solche Tools unterstützen. Auch im täglichen Betrieb kann die Simulation der Luftbewegung und somit der Kühlleistung Engpässe analysieren und damit zu effizienten Lösungen führen.
Ausgegangen wird hier von einem virtuellen Rechenzentrum, d.h., dass das gesamte Rechenzentrum mit seinen Räumlichkeiten, der Raumaufteilung, der Infrastruktur und der bestehenden IT ähnlich einem Architekturplaner virtuell am Computer aufgebaut wird. Hier bietet solch ein Werkzeug eine umfangreiche Bibliothek ihrer eingesetzten IT-Hardware, der Kühlsysteme sowie Bodenplatten (gelocht, geschlitzt, variabler Öffnungsfaktor etc.) für einen realistischen Aufbau an (Bild 1). Auch in seinem kleinen Schwesterprodukt 6SigmaROOMLite stehen all diese Bibliothekseinträge zur Verfügung.
Für solch eine Analyse sind viele physikalische Daten nötig, welche der Betreiber gar nicht wissen kann. Angefangen vom Druckwiderstand an den Bodenplatten bis hin zu Wärmeverlusten am IT -Equipment, Lufteinlass/Auslassgeometrie und aktiver Luftdurchsatz.
In den Softwarebibliotheken stehen diese Daten zur Verfügung und können via Drag-and-drop das Rechenzentrum virtuell entstehen lassen. Steht das virtuelle Rechenzentrum einmal zur Verfügung, kann man folgende Punkte prüfen und bewerten:
- Verteilung der zur Verfügung stehenden Kühlleistung pro Rack,
- Wärmeverteilung im Rechenzentrum (Hotspot-Gefahr),
- Prüfung der Redundanz bei ACU-Ausfall,
- Kapazitätsverluste durch Luftbypässe.
Betrachtet man sich den Lebensweg eines Rechenzentrums, ist der Part der Infrastruktur für die Kühlsysteme meist ein Leben lang vorgegeben. Auf Basis der Plankapazität und der Raumaufteilung sowie Hardwareplatzierung wird das Kühlsystem ausgelegt. Die Kühlaggregate (ACU) werden vom Typus her ausgesucht und erhalten ihre Platzierung im Raum. Die Versorgungsleitungen werden fest verlegt und die Systeme können in Betrieb gehen. In der Praxis läuft die darauf folgende Bestückung der Hardware (Racks / IT etc.) meist nicht nach den Planvorstellungen des Betreibers.
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