Hauptproblem Stromversorgung Ausfall der IT-Systeme kostet Unternehmen Milliarden

Redakteur: Peter Koller

Ausfälle ihrer IT-Systeme kosten Unternehmen jedes Jahr Milliarden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Spezialisten CDW.

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Ein Verlust an Produktivität ist laut der CDW-Studie die Hauptursache für Milliardenverluste durch den Ausfall von IT-Systemen (Grafik: CDW)
Ein Verlust an Produktivität ist laut der CDW-Studie die Hauptursache für Milliardenverluste durch den Ausfall von IT-Systemen (Grafik: CDW)

Für seine Untersuchung "Business Conitunity Straw Poll" hat CDW 7000 Unternehmen in den USA befragt und zusätzlich dazu noch die Meinung von 200 IT-Entscheidern eingeholt. Die Ergebnisse dürften weitgehend auf europäische Verhältnisse übertragbar sein.

Den Ergebnissen zu Folge hatten 97 Prozent der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr mit IT-Ausfällen zu kämpfen, die Einfluss auf das Geschäft hatten. Bei jedem vierten Unternehmen gab es Ausfälle der IT für vier oder mehr Stunden. Laut Schätzung von CDW sind allein den Unternehmen in den USA dadurch Gewinne in einer Größenordnung von 1,7 Milliarden US-Dollar verloren gegangen.

"Die Studie zeigt, dass viele Organisationen nicht so auf Probleme mit der IT-Infrastruktur vorbereitet sind, wie sie selbst glauben – und das obwohl die drei Hauptursachen für Ausfälle präventiv adressiert werden können," so Norm Lillis, Vice President bei CDW, einem Lösungsanbieter für Business Continuity und Disaster Recovery (BC/DR).

Und diese drei Hauptgründe für Ausfälle der IT-Infrastruktur sind:

1. Probleme mit der Stromversorgung: Ein Drittel der Firmen nannte diese Ursache für Ausfälle in jüngster Zeit.

2. Probleme mit der Hardware: Dieser Grund wurde von 29 Prozent genannt.

3. Probleme mit der Telekommunikation: Das gaben 21 Prozent als Ursache an.

CDW gibt Unternehmen sieben Ratschläge in Sachen BC/DR, um sich gezielt auf Ausfälle der IT-Systeme vorzubereiten beziehungsweise diese nach Möglichkeit zu vermeiden:

  • Business Impact Assesment: Die möglichen Kosten eines Ausfalls erurieren.
  • Maßnahmen ergreifen, um geschäftskritische Daten abzusichern: Zum Beispiel Erhöhung der Backup-Häufigkeit.
  • Stromversorgung überprüfen: Sind kritische Server und Netzwerksysteme mit einer unabhängigen Stromversorgung abgesichert?
  • Einen Disaster Preparedness Plan aufstellen: Dieser sollte zum Beispiel alle Informationen enthalten, die für ein Wiederhochfahren der Systeme notwendig sind wie Konfigurationen, Passwörter, Checklisten.
  • Mobile Alternativen fördern: Alle Möglichkeiten identifizieren und fördern, damit Mitarbeiter im Katastrophenfall etwa von zu Hause aus arbeiten können.
  • Telekommunikations-Alternativen erwägen: Dieser Plan sollte sowohl Möglichkeiten für alternative Anschlüsse beim gleichen Provider wie die Möglichkeit eines Fallbacks bei einem anderen Anbieter enthalten. Idealer Weise sollte im Katastrophenfall eine andere Anschlussmöglichkeit, z.B. Satellit statt Kabel möglich sein.
  • Den Katastrophenplan testen: Mindestens einmal alle zwölf Monate sollte überprüft werden, ob alle Informationen richtig sind und der Plan auch wirklich funktioniert.

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