Produktionsplanung durchgängig gestalten Aus dem ERP in die Produktion: Neue Schnittstelle für die Feinplanung

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

Eine neue Integrationslösung soll Auftragsdaten aus Microsoft Dynamics 365 Business Central ohne Medienbrüche in die Produktionsplanung übertragen. Ziel ist es, den Abstimmungsaufwand zwischen ERP, Arbeitsvorbereitung und Fertigung zu reduzieren und belastbare Liefertermine zu ermöglichen.

ERP-Auftragsdaten können über Schnittstellen direkt in APS-Systeme für die ressourcenbasierte Produktionsplanung überführt werden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
ERP-Auftragsdaten können über Schnittstellen direkt in APS-Systeme für die ressourcenbasierte Produktionsplanung überführt werden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

In vielen Fertigungsunternehmen sind Auftragsinformationen zwar im ERP-System vorhanden, müssen für eine realistische Produktionsplanung jedoch manuell aufbereitet oder in separate Planungstools übertragen werden. Das ist zeitintensiv und erschwert eine belastbare Planung. An dieser Stelle setzt die Integration an, indem ERP-Daten automatisiert in die Feinplanung überführt werden.

Eine neue und zertifizierte Schnittstelle verbindet Microsoft Dynamics 365 Business Central mit Ganttplan, einem APS (Advanced Planning & Scheduling System). Entwickelt wurde die Integration vom Partner Leannova. Sie steht über den Microsoft Marketplace zur Verfügung und erweitert das bestehende ERP-Anbindungsportfolio der Planungssoftware um eine weitere standardisierte Option.

Unterstützung bei der Produktionsplanung

ERP-Systeme sind in erster Linie auf kaufmännische Prozesse ausgelegt und stoßen bei der ressourcenbasierten Feinplanung häufig an Grenzen. Kapazitäten, Abhängigkeiten und kurzfristige Änderungen lassen sich dort nur eingeschränkt abbilden. Die neue Anbindung soll ERP-Auftragsdaten strukturiert in die Feinplanung überführen, sodass Terminverschiebungen oder Anpassungen unmittelbar berücksichtigt werden können. Medienbrüche zwischen kaufmännischer Planung und Fertigung könnten dadurch reduziert werden.

Der Ansatz richtet sich insbesondere an mittelständische Fertigungsunternehmen, bei denen Planungssicherheit und Liefertermintreue stark von der Durchgängigkeit der IT-Systeme abhängen. Durch die Integration in das Microsoft-Ökosystem soll sich die Lösung in bestehende IT-Landschaften einfügen lassen, ohne umfangreiche Individualentwicklungen zu erfordern. Ziel ist es, den Übergang von der Auftragserfassung im ERP zu einer belastbaren Produktionsplanung zu vereinfachen und Abstimmungsaufwände zu verringern.

Ganttplan wird als Add-on zu ERP- oder MES-Systemen eingesetzt, um Produktionsprozesse digital zu planen und zu optimieren, beispielsweise durch eine bessere Ressourcenauslastung oder reduzierte Rüstzeiten. Die neue Schnittstelle ergänzt das Integrationsportfolio um eine weitere ERP-Anbindung. (sb)

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