Frauen in der Technik Weltfrauentag: Auf der Spur der Superheldinnen

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 2 min Lesedauer

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Wer hätte gewusst, dass die Schauspielerin Hedy Lamarr das Frequenzsprungverfahren erfunden hat, mit welchem Funkübertragungen abhörsicher gemacht wurden. Oder, dass Rosalind Franklin als erstes die DNA-Doppelhelix-Struktur fotografiert hat. Die Liste der Frauen in der Wissenschaft ist lang, jedoch stellt sich oft die Frage, wie man den Nachwuchs dafür begeistern kann.

Wir brauchen mehr Superheldinnen! Sie sind unsere Vorbilder in der Wissenschaft.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Wir brauchen mehr Superheldinnen! Sie sind unsere Vorbilder in der Wissenschaft.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

In einer zunehmend von Technologie geprägten Welt, ist die Rolle von Frauen in wissenschaftlichen Disziplinen wichtiger denn je. Trotz bemerkenswerter Fortschritte in den letzten Jahrzehnten bleibt die Präsenz von Frauen in diesen Bereichen hinter ihrem Potenzial zurück. Doch wie lässt sich Technik-Themen vermitteln, dass sie begeistert und Talente in diesen entscheidenden Disziplinen fördert?

Vorbilder als Leuchtfeuer

Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in der Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder. Sie sind nicht nur Beweis dafür, dass Frauen eine wichtige Rolle in der Wissenschaft haben, sondern dienen auch als Inspiration für die folgenden Generationen. Wir müssen ihre Geschichten teilen – in den Medien, auf Konferenzen und in den sozialen Netzwerken – und so die nächste Generation ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade für die junge Generation haben soziale Netzwerke eine hohe Relevanz. Durch immer mehr wissenschaftliche Inhalte wie die von Mai Thi Nguyen-Kim entstehen hier interessante Themenkanäle, welche die Attraktivität dieser Disziplinen steigern.

Lernen neu denken und Stereotype eingrenzen

Eine unterstützende Lernerfahrung ist der Grundstein für langfristiges Interesse. Lehrmethoden, welche die Anwendung von wissenschaftlichen Methoden im realen Leben betonen, gelten als besonders wirkungsvoll. Diese Ansätze machen die Wissenschaft nicht nur greifbarer, sondern auch im Alltag relevanter. Dies ist jedoch ein allgemeines Problem in Schulen. Fächer wie Mathematik müssen anwendungsorientierter werden und den Schülerinnen und Schülern aufzeigen, was damit gemacht werden kann. Jedem sollte klar sein, dass Frau oder Herr Müller keine 996 Äpfel kauft und die Hälfte davon verliert. Vielmehr sollten Textaufgaben realistische Probleme aufzeigen, um Lernenden den Bezug zur echten Welt zu vermitteln. Es ist außerdem an der Zeit, stereotype Vorstellungen zu durchbrechen. Die Botschaft muss klar sein: Wissenschaft ist für alle da und sie hilft jedem.

Die Rolle von Politik und Unternehmen

Aber auch die Politik und Unternehmen müssen stärker in die Verantwortung gehen. Durch Förderprogramme, Stipendien und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie können sie Frauen den Weg in die Wissenschaft ebnen. Es müssen die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten aufgezeigt werden. Informationen über Karrierewege, Praktika und Netzwerke können junge Frauen ermutigen, sich für die Wissenschaft zu entscheiden. Es muss im Vordergrund stehen, dass eine Karriere in der Wissenschaft nicht nur erfüllend, sondern auch erreichbar ist.

Die Begeisterung von Frauen für Wissenschaft und Technik ist ein entscheidender Schritt hin zu einer diversen und innovativen Zukunft. Durch Inspiration, Unterstützung und den Abbau von Stereotypen können wir gemeinsam eine Welt gestalten, in der alle gleichermaßen in der Wissenschaft glänzen. (mr)

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