Lotpastendruck ASM Assembly Systems will den Druckerspezialisten DEK übernehmen

Redakteur: Franz Graser

ASM, Spezialist für Systeme und Techniken für die Elektronikfertigung, baut sein Produktspektrum weiter aus. Mit der geplanten Übernahme des britischen Lotpastendrucker-Herstellers DEK deckt ASM nun auch die Prozesse ab, de der eigentlichen Bestückung vorausgehen.

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Die Druckerplattform Horizon iX zählt zu den Vorzeigeprodukten von DEK im Bereich der Elektronikfertigung.
Die Druckerplattform Horizon iX zählt zu den Vorzeigeprodukten von DEK im Bereich der Elektronikfertigung.
(Bild: DEK)

Wie DEK mitteilt, soll das Unternehmen mit allen Angestellten, Standorten und dem kompletten Managerment-Team in den Geschäftsbereich SMT (Surface Mounted Technology) von ASM Assembly Systems aufgenommen werden. Bisher war DEK ein Teil des amerikanischen Maschinenbaukonzerns Dover Corporation. Durch die Integration in den SMT-Geschäftsbereich von ASM sollen die Prozesse im Lotpastendruck und in der Bestückung besser aufeinander abgestimmt werden, um eine bessere Fertigungsqualität und eine höhere Effizienz zu erreichen.

ASM Assembly Systems hatte den Geschäftsbereich SMT im Jahr 2011 durch die Akquisition des Münchner Bestückungsspezialisten SIPLACE aufgebaut. Dieser Bereich erweitert sich nun durch die Integration des Druckerherstellers. Das SMT-Segment von ASM soll sich künftig in zwei Bereiche gliedern: Zum einen den Bereich Pre-Placement (Vor-Bestückung), in dem DEK aufgehen wird, und zum zweiten den Bereich Placement (Bestückung), für den SIPLACE steht.

Der bisherige SIPLACE-Chef Günter Lauber wird das vereinigte SMT-Segment bei ASM Assembly Systems leiten. An seine Stelle als Chef der SIPLACE-Sparte rückt der bisherige COO des Bestückungsspezialisten, Günter Schindler. Michael Brianda, derzeitiger Chef von DEK, bleibt an der Spitze des Pre-Placement-Segments.

Durch die verbesserte Integration der Druck- und Bestückungsprozesse erhofft sich ASM eine höhere Durchgängigkeit und Konsistenz der Fertigungsprozesse. „DEK und SIPLACE bringen nicht nur die besten Druck- und Bestückungstechniken ihrer Klassen mit, sondern werden auch zuverlässige und transparente Prozessketten entwickeln“, erläutert Günter Lauber, der künftige Leiter des SMT-Bereiches bei ASM: „Für die Kunden bedeutet das eine Qualität sowie Kostenvorteile in der Elektronikfertigung, die von anderen Herstellern nicht zu bekommen sind.“

Wenn die bisherigen Unternehmenseigner der Akquisition zugestimmt haben werden, dann sollen gemeinsame Integrationsteams Chancen für kooperative Entwicklungsprojekte sowie langfristige Synergien in Beschaffung, Produktion, Entwicklung und Vertrieb ausloten. Günter Lauber sowie Mike Möhlheinrich, Finanzchef des SMT-Segments von ASM, sowie Günter Schindler und Michael Brianda werden das Steuerungskomitee für die Integration leiten.

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