HMI-Design

Apple-einfach für die Industrie – HMI-Design macht den Unterschied

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Panel Monitor erkennt automatisch Fehlberührung

Auch bei der Bedienung setzt der Maschinenbauer auf moderne Technologie. Für die Visualisierung entschied sich Korsch für die Kombination aus Industrie-PC und multitouch-fähigem Industriemonitor. Der Microbox PC Simatic IPC427D ist speziell für den Einsatz in der Industrie entwickelt: Er kann durch sein kompaktes Design auch in maschinennahen Applikationen eingesetzt werden und kommt ohne Lüfter aus, wodurch er wartungsfrei ist.

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Auf dem IPC läuft die Visualisierungssoftware Simatic WinCC V13 Runtime Advanced in der TIA Portal Umgebung. Diese Visualisierung wird über einen Simatic IFP1900 Industrial Flat Panel Monitor mit einer kratzfesten und entspiegelten Glasfront ausgegeben, der dank Projected Capacitive Touchtechnologie (PCT) mit bis zu fünf Fingern und Gesten bedient werden kann und so das Steuern der Maschine durch Wischen, Zoomen und Scrollen von Inhalten ermöglicht.

Der Monitor erkennt automatisch Fehlberührungen durch Handballen, Schmutz oder Wassertropfen und sorgt so für eine schnelle Bedienung, auch mit dünnen Arbeitshandschuhen. Die Gestaltung des User Interfaces hat Cadera-Design in enger Zusammenarbeit mit Siemens übernommen.

Siemens sorgte dafür, dass das gesamte Design mit den Umsetzungsmöglichkeiten von WinCC abgestimmt war und erstellte auch neue Controls speziell für die Anforderungen dieser Anwendung. Die große Herausforderung stellte zuerst der hohe Anspruch an Usability und User Experience Design dar.

Das hieß aber auch, bekannte Controls und Interaktionskonzepte, die der User von anderen Systemen oder bereits von seinem Smartphone oder Tablet her kennt, unbedingt zu berücksichtigen.

Es war von Anfang an der Anspruch, die Tätigkeiten und Hauptaufgaben der Bediener in der Oberfläche so intuitiv wie möglich abzubilden. Das Ergebnis war eine entsprechende Haupt- und Subnavigation, die je nach User-Level strukturiert wird. Die Menüführung ist an die eigentliche Tätigkeit/den Prozess angelehnt.

Im Zentrum steht die genaue chronologische Abfolge der immer wiederkehrenden Tätigkeiten des Produktionsprozesses. Von Bedeutung war bei der Erstellung des Bedienkonzeptes, dass der Bediener nie den Kontext zum Produktions-Screen verliert. Er sollte immer mit einem einzigen Interaktionsschritt sofort auf den Home Screen zurückkommen, um alle wesentlichen Informationen zur aktuellen Produktion zu sehen.

Diesem Ansatz konnte durch kontextabhängige Dialoge entsprochen werden. Sie überdecken nie den ganzen Bildschirm und sind mit einem semi-transparenten Hintergrund versehen.

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