Edge-KI für Bildverarbeitung AM6xx: Neue Vision-Prozessor-Familie von TI

Von Michael Eckstein 2 min Lesedauer

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Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat neue Bildverarbeitungsprozessoren mit je nach Modell unterschiedlicher KI-Verarbeitungsleistung vorgestellt. Diese variiert von 1 bis 32 TOPS. Die Bausteine unterstützen bis zu 12 Kameras.

TIs neue Vision-Prozessoren sind auf unterschiedliche Anwendungsszenarien ausgerichtet, etwa im Automobilbereich.(Bild:  Texas Instruments)
TIs neue Vision-Prozessoren sind auf unterschiedliche Anwendungsszenarien ausgerichtet, etwa im Automobilbereich.
(Bild: Texas Instruments)

Texas Instruments (TI) hat eine neue Familie von sechs Arm Cortex-basierten Bildverarbeitungsprozessoren vorgestellt, die es Entwicklern nach eigenen Angaben ermöglichen, mehr Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz (KI) zu geringeren Kosten und mit besserer Energieeffizienz in Anwendungen wie Videotürklingeln, maschinelles Sehen und autonome mobile Roboter einzubauen.

Die Prozessoren verfügen laut Hersteller über eine System-on-a-Chip (SoC)-Architektur, die Arm Cortex-A53- oder Cortex-A72-Kerne, ein TI-Bildsignalprozessor der dritten Generation, internen Speicher, Schnittstellen und Hardware-Beschleuniger integrieren, die 1 bis 32 Teraoperationen pro Sekunde (TOPS) für die Verarbeitung von Deep-Learning-Algorithmen für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz bereitstellen.

Modellvielfalt: Für jeden Anwendungsfall etwas

Zu den Bildverarbeitungsprozessoren dieser Familie gehören die Modelle AM62A3, AM62A3-Q1, AM62A7 und AM62A7-Q1, die ein bis zwei Kameras bei einem Verbrauch von weniger als 2 W elektrischer Leistung in Anwendungen wie Videotürklingeln und intelligenten Einzelhandelssystemen unterstützen. Der AM62A3 ist mit 12 US-Dollar bei einer Stückzahl von 1.000 der laut TI derzeit kostengünstigste 1-TOPS-Bildverarbeitungsprozessor der Branche.

Die Baureihe AM68A ermöglicht mit bis zu acht Kameras Anwendungen wie maschinelles Sehen, mit bis zu 8 TOPS KI-Verarbeitung für fortschrittliche Videoanalyse. AM69A liefert bis zu der 32 TOPS an KI-Verarbeitung für bis zu 12 Kameras in Hochleistungsanwendungen wie Edge-KI-Boxen, autonomen mobilen Robotern und Verkehrsüberwachungssystemen.

Modellübergreifende Software, bewährte Schnittstellen

Diese neue Familie, zu der auch die Prozessoren AM62A, AM68A und AM69A gehören, wird von Open-Source-Evaluierungs- und Modellentwicklungs-Tools sowie modellübergreifender Software unterstützt, die über branchenübliche Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs), Frameworks und Modelle programmierbar ist. Die Plattform aus Bildverarbeitungsprozessoren, Software und Tools soll Ingenieuren die Entwicklung und Skalierung von KI-Designs über mehrere Systeme hinweg erleichtern und so die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen.

„Um Echtzeit-Reaktionsfähigkeit in der Elektronik zu erreichen, die unsere Welt in Bewegung hält, müssen Entscheidungen lokal und mit besserer Energieeffizienz getroffen werden“, sagt Sameer Wasson, Vice President, Processors, Texas Instruments. Die neuen erschwinglichen und hochintegrierten SoCs würden eingebettete KI ermöglichen, mit der diese Aufgaben erledigt werden könnten.

Skalierbare KI-Kameraleistung an der Edge mit Vision-Prozessoren

Die neuen Vision-Prozessoren bringen nach Angaben von TI Intelligenz aus der Cloud in die reale Welt, indem sie Kosten- und Designkomplexitätsbarrieren bei der Implementierung von Bildverarbeitungs- und Deep-Learning-Funktionen in stromsparende Edge-KI-Anwendungen beseitigen.

Ab dem zweiten Quartal 2023 will TI eine öffentliche Beta-Version des kostenlosen Open-Source-Tools Edge AI Studio bereitstellen. Dieses „funktionsreiche, webbasierte Tool“ soll Anwender in die Lage versetzen, schnell und ohne großen Aufwand KI-Modelle zu entwickeln und zu testen. Dafür können sie benutzererstellte Modelle und optimierte Modelle von TI verwenden, die auch mit eigenen Daten neu trainiert werden können. (me)

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