Bauteileprüfung Advantest Verigy stellt skalierbare Chiptester vor

Redakteur: Franz Graser

Mit der "Smart Scale"-Serie hat der Spezialist für Automated Test Equipment (ATE) die Testgeräte-Baureihe V93000 weiterentwickelt. Intensive Chip-Prüfungen sollen dadurch erschwinglicher werden.

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Die modulare Architektur der V93000-Serie (hier vier Pin Scale 1600-Karten) trägt zu der hohen Flexibilität und Skalierbarkeit der Testgeräte bei (Advantest Verigy)
Die modulare Architektur der V93000-Serie (hier vier Pin Scale 1600-Karten) trägt zu der hohen Flexibilität und Skalierbarkeit der Testgeräte bei (Advantest Verigy)

Das aus dem HP-Spinoff Agilent hervorgegangene Unternehmen Verigy wurde im Juli 2011 von dem japanischen ATE-Spezialisten Advantest gekauft.

Die Integration von Verigy in den Advantest-Konzern wird nach den Worten von Judy Davies, Vice President für Marketing Communications, voraussichtlich im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. Ob die Marke Verigy danach noch weiter genutzt werde, ist derzeit laut Davies noch offen.

Die beiden Unternehmen ergänzen sich insofern, als Advantest seine Stärken vor allem im Bereich der Testgeräte für DRAM-Speicherbausteine sieht, während Verigy insbesondere bei Systems on a Chip (SoC) Stärken aufwies.

Mit der Weiterentwicklung der V93000-Reihe folgt Advantest Verigy den Anforderungen, die immer leistungsfähigere Chip-Architekturen an die Testgeräte stellen.

Kernelemente der Smart-Scale-Baureihe sind die digitalen Kanalkarten der Typen Pin Scale 1600 (siehe Bild) und Pin Scale 1600 ME.

Jede Karte verfügt über 128 Kanäle und erlaubt es, dass an jedem Bausteinpin die volle Taktfrequenz anliegt. Die ME-Variante verfügt darüber hinaus über die Möglichkeit der Speicher-Emulation.

Der Test kann somit an die exakt erforderliche Datenrate des zu testenden Bausteins angepasst werden. Mit einem Datendurchsatz von bis zu einem Gigabit pro Sekunde sind die Karten zudem doppelt so schnell wie frühere Generationen.

Zudem lassen sich Stresstests vornehmen, zum Beispiel dadurch, dass ein Signal durch Jittering abgeschwächt wird. Auch verschiedene Komponenten eines SoC können gleichzeitig einem Stresstest unterzogen werden.

Die Testgeräte der Smart-Scale-Reihe gibt es in den vier Größenklassen A, C, S und L.

Dabei stellt A die kleinste, L die größte Variante dar. Die Größenklassen sind untereinander kompatibel, so dass ein Hersteller während des Lebenszyklus eines Bauteils zum Beispiel von einer kleineren auf eine größere Variante umsteigen kann.

Als Einstiegspreis für die kleine A-Variante nennt Advantest Verigy die Größenordnung von 300.000 Dollar.

Die Geräte können allerdings auch gemietet werden. Dadurch sollen Chiptests erschwinglicher werden.

Laut Ralf Stoffels, Product Marketing Manager bei Advantest Verigy, können sogar noch ältere Modelle der V93000-Reihe mit den neuen Karten ausgerüstet werden.

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