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Einstellen des Frequenzganges

Die Abweichung des HF-Frequenzgang im Vergleich zu 50 MHz steht zwischen diesen beiden Fällen. Der Frequenzgang wird mit einem Vergleichsgerät eingestellt und mit einem anderen verifiziert. Das hat zur Folge, dass die Messungenauigkeit des zweiten Vergleichsgeräts zur Streuung der Daten hinzukommt. Ein Teil der Messungenauigkeit ist beiden Stationen gemeinsam und wirkt sich nicht in der Streuung der Messdaten aus. Als konservative Annahme werden alle berechneten Messungenauigkeiten als „Ungenauigkeit bei der Rückverfolgung zum Standard” interpretiert. Daraus wird das geometrische Mittel mit den anderen Typen der Messungenauigkeit gebildet. Bild 3 zeigt ein Histogramm der beobachteten Frequenzgangabweichung einer Familie von Spektrumanalysatoren.
Mit dem so genannten „Umgebungs-Delta“ wird die Änderung der Geräte-Parameter bei Temperaturschwankungen von ± 5 °C unter Laborbedingungen beschrieben. Da die Umgebungstemperatur keiner Gauß-Verteilung folgt, wird bei konservativem Ansatz der Maximalwert für das Umgebungs-Delta zum Zwischenergebnis addiert, wodurch die 95/95-Spezifikation für alle Umgebungstemperaturen von 20 bis 30 °C gilt.
*Joe Gorin ist Ingenieur in der Signal Analysis Division bei Agilent in Colorado Springs. Er hat sein Studium am Massachusetts Institute of Technology im Jahr 1974 mit einem Bachelor und einem Master in Electrical Engineering. Horst Aichmann arbeitet im Produktmarketing der Signal Sources Division bei Agilent in Böblingen.
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