Sensor + Test 2013 Absolutdrucksensor MS5803 mit 24 Bit Auflösung für hochgenaue Anwendungen

Gerd Kucera

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Seit der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner als erster Mensch mit Hightech-Hilfe im freien Fall die Schallmauer durchbrochen hat, ist auch der Mainzer Sensor-Spezialist AMSYS ins Rampenlicht gerückt. Er lieferte die hochgenauen Sensoren für das Rettungssystem. Jetzt präsentiert die Firma einen Absolutdruckaufnehmer, der Höhenunterschiede von 15 cm detektiert.

Konnten bei dem Stratosphärensprung die Sensoren des Raumanzugs noch einen Höhenunterschied von 80 cm messen, erkennen die von AMSYS zur SENSOR + Test 2013 vorgestellten Sensoren 15 cm Höhenunterschied(Bild:  Red Bull Stratos)
Konnten bei dem Stratosphärensprung die Sensoren des Raumanzugs noch einen Höhenunterschied von 80 cm messen, erkennen die von AMSYS zur SENSOR + Test 2013 vorgestellten Sensoren 15 cm Höhenunterschied
(Bild: Red Bull Stratos)

Beim sensationellen Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 39 km Höhe vertraute das Red-Bull-Stratos-Team für das Rettungssystem auf die Druckmodule vom Typ MS5534 der MEAS Switzerland, die die AMSYS GmbH geliefert hat. Der Mainzer Sensor-Spezialist konzentriert seine Anstrengungen ausschließlich auf das Gebiet der Sensorik und möchte seinen Kunden auf diesem Gebiet ein umfassendes Sortiment anbieten. Dabei setzt AMSYS als Firma ohne eigene Produktionsstandorte (Fabless Company) auf die Zusammenarbeit mit internationalen Hi-Tech-Unternehmen.

Im Bereich der Drucksensoren legt AMSYS seinen Schwerpunkt auf OEM-Sensoren und bietet für alle Druckarten (Absolut-, Relativ und Differenzdruck) ein umfangreiches Sortiment an. Durch die technische Kompetenz des Unternehmens und den guten Kontakt mit den Zulieferern können auch kundenspezifische Modifikationen an bestehenden Sensoren angeboten werden.

Jetzt präsentiert man zur SENSOR + TEST 2013 (14. bis 16.5.2013) die 24-Bit-Drucksensormodule vom Typ MS5803 der Firma MEAS zur Präzisionsmessung des absoluten Druckes in den Bereichen von 10 bis 1300 mbar, 300 bis 2000 mbar, 0 bis 5 bar, 0 bis 14 bar und 0 bis 30 bar. Hierbei handelt es sich nicht um eine Ankündigung, sondern um die Vorstellung von hoch genauen Sensoren, die in der Schweiz in Serie gefertigt werden.

Die MS5803 zählen zur jüngsten Generation von Absolutdruckaufnehmern mit SPI- und I2C-Bus-Schnittstelle bei Abmessungen von 6,4 mm x 6,2 mm x 2,88 mm. Sie haben die gleichen Konstruktionsmerkmale wie die bewährten Module MS5534, die mittlerweile in der Drucksensorik als Referenzprodukte gelten.

Im MS5803 wandelt ein 24-Bit-ΔΣ-ADC die gemessene druck- und temperaturabhängige Spannung der Siliziummesszelle in zwei 24-Bit-Datenworte um. In dem internen PROM sind individuelle Koeffizienten abgelegt, die zusammen mit den Messinformationen die hochgenaue Softwarekorrektur für die Druck- und Temperaturmessung durch einen externen Mikroprozessor erlauben. Eine I²C- oder eine SPI-Schnittstelle dient zur Kommunikation mit diesem Mikroprozessor. Damit sind diese Module besonders für Anwendungen geeignet, die zur weiteren Datenverarbeitung auf Systemebene bereits einen Prozessor benötigen.

Durch den 24-Bit-ADC erreicht man z.B. bei der 1-bar-Version eine Auflösung von 0,012 mbar, was einer Höhe von 15 cm entspricht. Der implementierte Temperatursensor mit einer Auflösung von 0,02 °C gestattet eine entsprechende Temperaturmessung. Die Sensormodule MS5803 überzeugen durch die äußerst geringe Stromaufnahme von 1 μA (Standby <0,15 μA) und einen weiten Versorgungsspannungsbereich (1,8 bis 3,6 V) und sind damit besonders für mobile Anwendungen geeignet. Sie sind für den erweiterten Temperaturbereich von -40 bis 85 °C ausgelegt.

Alle Versionen bieten verschiedene programmierbare Betriebsarten, die es dem Nutzer erlauben, Konversionsgeschwindigkeit und Stromaufnahme an seine Anwendung anzupassen. Die MS5803 können aufgrund ihrer Eigenschaften, etwa geringe Größe, Stromverbrauch und hohe Stabilität in batteriegespeisten Geräten mit langer Lebensdauer eingesetzt werden. Der Gelschutz über der Messzelle gegen Feuchtigkeit und eine nichtmagnetische Edelstahlkappe gestatten den Einsatz in wasserdichten Sport- und Multifunktionsuhren, in Höhen- und Tiefenmesser sowie in mobilen Wetterstationen und im Modellbau.

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