Organische Elektronik auf der LOPEC 2014

8 spannende Lösungen für gedruckte Elektronik

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Präzise Anlagen für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Auch hinsichtlich der Anlagentechnik gibt es Neuerungen: So zeigt Kroenert ein Beschichtungsmodul mit einer Kombination aus Schlitzdüsentechnologie und Rasterwalzenauftrag. Die für die Herstellung organischer Solarzellen extrem dünnen Schichtdicken stellen sehr hohe Ansprüche an die Beschichtungsgenauigkeit in Längs- und Querrichtung.

Mit der neuartigen Produktserie „Test Solution“ zeigt Coatema Beschichten, Drucken und Laminieren im Kleinstmaßstab – sowohl Stückgut als auch Rolle-zu-Rolle. Die Laboranlagen lassen sich mit unterschiedlichen Druck- und Beschichtungssystemen (Slot Die, Rakel, Flexo und Gravurwalze) ausstatten. Die Kooperation mit dem Start-up LUNOVU wird ebenfalls thematisiert: Beide Unternehmen arbeiten daran, die Technik der Laserstrukturierung für das Rolle-zu-Rolle-Verfahren zügig voranzutreiben.

Bosch Rexroth bietet eine breite Palette an Automatisierungslösungen für die zuverlässige und ökonomische Herstellung von organischer Elektronik: Ein Bestandteil in der organischen Elektronik ist der Vakuumbereich zum Aufdampfen oder Versiegeln von Materialien. Es gilt beispielsweise Displays partikelfrei im Hochvakuum zu positionieren und beliebig viele Substratträger unabhängig voneinander oder synchron zu bewegen. Das Linear Motion System (LMS) von Rexroth treibt eine beliebige Zahl von Substratträgern nach dem Prinzip eines umgekehrten Linearmotors rein magnetisch und damit berührungslos an. Sämtliche elektrische Komponenten sind außerhalb der Prozesskammern angebracht und benötigen keinerlei physische Verbindung mit den Carriern.

Dadurch entfallen sämtliche Quellen für die ungewollte Partikelemission und das System steigert die Prozesssicherheit. Das bestätigen Praxiserfahrungen in der Displayproduktion von LED und OLED. Das LMS arbeitet nicht nur extrem rein, sondern auch hochflexibel. Die Steuerung NYCe 4000 positioniert die Carrier sowohl einzeln und unabhängig voneinander als auch koordiniert. Durch das berührungslose Antriebsprinzip und die darauf abgestimmte Steuerung vereinfacht das LMS die Konstruktion von Prozessanlagen und ermöglicht die schnelle Umrüstung auf neue Produkte.

Oberflächen maßgeschneidert funktionalisieren

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen stellen Forscher mit unterschiedlichen Druckverfahren elektronische Bauteile und Sensoren her. Um flache und dreidimensionale Bauteile mit gedruckter Elektronik automatisiert herstellen zu können, haben die Wissenschaftler am IFAM eine robotergestützte Fertigungsstraße in Betrieb genommen, die gleich mehrere Druckverfahren kombiniert: Sieb-, Inkjet-, Dispens- und Aerosol-Jet-Druck sind modular in der Produktionseinheit integriert.

Im Prinzip erhalten Bauteile völlig neue Funktionen – so kann eine Glasscheibe mit integriertem Temperatursensor Wärme messen. Gedruckte Sensorik eignet sich auch zur Bauteilüberwachung, um frühzeitig Risse und Schädigungen zu erkennen. Zum Beispiel können aerosolgedruckte Dehnungsmessstreifen auf einer Aluminiumoberfläche rechtzeitig auf Materialermüdungen in Karosseriebauteilen hinweisen.

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