COM goes CompactPCI 3U-CPCI-System für alle

Redakteur: Holger Heller

Unter der Bezeichnung „EcoMax“ bietet INOVA Computers eine 3U-CompactPCI-Systemfamilie an, die in Preisgestaltung, Funktionalität und Rechenleistung bestehenden COM-(Computer-on-Module-)Konzepten überlegen sein kann. Im Vergleich zu der unüberschaubaren Vielfalt an COM-Konzepten bieten CompactPCI (CPCI) und CompactPCI Express (CPCIe) einen einheitlichen und weltweit akzeptierten Standard, der von mehr als 100 Herstellern unterstützt wird.

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Die ursprünglich 2002 spezifizierten COM-Module sollten eigentlich für kundenspezifische Motherboards einen standardisierten Rechnerkern bereitstellen, der einfach austauschbar ist und über Jahre hinaus die jeweils benötigte Rechenleistung bereitstellt. Ziel war es, einerseits die Entwicklungszeiten für den Rechnerkern zu verringern und andererseits durch die Beibehaltung der Peripherie-Motherboards gleichzeitig auch die Stückkosten für das Gesamtsystem zu reduzieren. Jedoch wurden mit der massiven Integration von Peripheriefunktionen wie z.B. SATA, USB 2.0, FireWire und LPC in die modernen Chipsätze aber schon bald immer neue Steckverbinder und damit auch immer neue COM-Varianten und Motherboards benötigt.

Die Hersteller der unterschiedlichen COM-Varianten bieten aus diesem Grund auch umfangreichen, persönlichen Design-In-Support an, der sich als lukrativer Nebenverdienst für die unterschiedlichen Modul-Hersteller herausstellt, aber das ursprüngliche Ziel nicht erreicht: Die langfristige Bereitstellung eines einheitlichen, preiswerten und einfach zu skalierenden Rechnerkerns.

CompactPCI: strenge Standardisierung

Das technische Konzept von CompactPCI basiert auf einer streng standardisierten modularen CPU-Idee, welche die Zukunftssicherheit und Produktkontinuität gewährleistet. Systeme auf CPCI(e)-Basis bieten gegenüber den auf COM-Modulen basierenden Systemen schon ein fertiges Systemkonzept ohne zusätzliche Engineeringkosten für die thermische Auslegung und mechanische Konstruktion. Auch die Frage der problemlosen Wartbarkeit und Reparaturfähigkeit stellt sich hier nicht. Im Gegensatz zu den Motherboards ist durch die Konstruktion immer ein einfacher Austausch sichergestellt.

Die bei CompactPCI besser definierten Schnittstellen ermöglichen es den OEM-Kunden zudem sehr viel einfacher, sich an die schnellen PC-Entwicklungen anzupassen. Ist bei einigen COM-Varianten der Pentium M noch im Planungsstadium, so ist er seit Jahren schon auf CompactPCI verfügbar. Entsprechendes gilt für On-Board-Flash-Speicher. Die meisten CompactPCI CPUs besitzen schon von Haus aus einen CompactFlash-Sockel für den diskless und damit sicheren Betrieb.

Beim EcoMax-System (Bild 1) ging INOVA von den Anforderungen des volumenorientierten Embedded-Marktsegmentes aus. Schwerpunkt war dabei ein produktionsoptimiertes, ökonomisches Systemdesign. So konnte für das reine CPU-Board (EcoCOM, Bild 2) ein Preis von 560 € in OEM-Stückzahlen erreicht werden. Dabei ist das Board bereits mit einem 600-MHz-Celeron-M-Prozessor sowie 256 MByte DDR-RAM bestückt. Für das komplette System inklusive 4er-Backplane und Netzteil konnte ein wettbewerbsfähiger Preis von 790 € erreicht werden. Als Betriebssystem steht dabei standardmäßig Linux oder optional ein XP Embedded BSP (Board Support Package) zur Verfügung.

Durch Investitionen in Engineeringleistung und Produktionstechnologie werden CPCI-Systeme laut INOVA damit noch wettbewerbsfähiger und eine echte Alternative zu COM-basierenden Konzepten. Die Zielanwendungen des EcoMax-Systems liegen vor allem in Anzeigesystemen, Point of Sales Terminals, in der Haus- und Verkehrstechnik und im industriellen Automatisierungsbereich.

INOVA Computers, Tel. +49(0)8341 916265

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