Eine echte Datenautobahn fürs Auto

3-GBit/s-Link APIX2 für Displays und Kameras

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Zwei Formate unkomprimiert in Echtzeit gleichzeitig übertragen

So können zwei in Format und Auflösung völlig unterschiedliche Videoinhalte, etwa für das Instrumentenkombi und das Zentraldisplay – unkomprimiert und in Echtzeit – gleichzeitig übertragen werden. Dabei kann im Empfängerbaustein ausgewählt werden, welcher Inhalt auf welchem Display angezeigt wird: fällt ein Display aus, kann das andere sofort „einspringen“, um dem Fahrer wichtige Informationen anzuzeigen.

Ein im Empfänger-Chip fest eingebauter Repeater macht es möglich, diesen Datenstrom mit den zwei Bildinhalten auch an einen weiteren Empfänger Baustein, etwa im Head-up-Display, weiterzuleiten. Diese fest integrierte Repeater-Funktion spart Baugröße, Gewicht und Kosten, da ein Steuergerät mit einem leistungsfähigen Grafikprozessor jetzt mehrere Displays über ein einziges Kabel ansteuern kann.

Zusätzlich zu den Bilddaten können im seriellen Datenstrom auch bis zu acht digitale Audiokanäle übertragen werden, APIX2 ist dazu mit der standardisierten I²S-Schnittstelle ausgestattet.

Zur echten Datenautobahn und einem Backbone für das Bordnetz wird APIX2 durch seine zusätzlichen Kommunikationskanäle. Völlig unabhängig von den Bild- und Audiosignalen kann APIX2 auch eine Reihe populärer Busprotokolle standard-konform und ohne jegliche Einschränkungen, etwa bei der Latenzzeit, übertragen.

Neben SPI oder GPIO lässt sich dieses Dateninterface auch als echte MII-Schnittstelle (Media Independent Interface) konfigurieren, so dass ein Ethernet MAC direkt angeschlossen werden kann. Speziell zur Steuerung von Kamerasensoren verfügt der APIX2 Link auch über eine I²C-Schnittstelle (Bild 2).

Erste Systeme mit APIX2 auf der electronica 2010 zu sehen

Auch wenn APIX2 erst seit wenigen Wochen verfügbar ist, zeigen erste Hersteller bereits auf der electronica die nächste Generation von Display- und Kamera-systemen im Fahrzeug mit APIX2-Technik. In einem „Concept Car“ der Firma Ergoneers aus Manching zeigt Fujitsu Semiconductor auf dem „APIX-Stand“ (electronica Halle A6, Stand 313) seine neuen Visionen für grafische Interaktionen zwischen Fahrer und Fahrzeug als Kombination von leistungsfähiger SoC-Hardware, Grafiksoftware und HMI Toolchain.

Dargestellt wir die Grafik auf einem neuen 12,3 Zoll großen Automotive-IPS-Pro-Display von Hitachi mit 1440 mal 540 Pixel Auflösung, das erstmals gezeigt wird

(Bild 3). Der Systemspezialist DSP Weuffen aus Amtzell zeigt in diesem „Concept Car“ auch die nächste Generation von Rundumsichtsystem.

Vier kompakte HD-Kameras mit dem neuesten Omnivison-Megapixel-HDR-Sensor OV10630 werden über den APIX2-Link an ein Steuergerät angebunden, wobei die Pixeldaten unkomprimiert und in Echtzeit übertragen werden.

Die Zentraleinheit, die die Kameras über den APIX-Link auch steuert, berechnet dann aus diesen vier Einzelbildern ein virtuelles „Top View“-Rundumbild. Durch die unkomprimierte, pixelgenaue Übertragung kommt die hohe Qualität des Bildsensors uneingeschränkt zur Geltung, das Ergebnis ist ein detailtreues und sehr kontrastreiches Bild. (Bild 4).

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