Gastkommentar Die technologischen Hindernisse der OLED-Technologie beseitigen
Damit die flexible OLED technisch möglich wird und preiswert verfügbar ist, arbeitet cynora an bieg- und rollbaren Licht- oder Displayanwendungen, die in großer Stückzahl möglich werden sollen. Ein wesentlicher Baustein auf diesen Weg ist die Singlet-Harvesting-Technologie.
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In den vergangenen Jahrzehnten wurde Licht durch unzählige technische Fortschritte zur Selbstverständlichkeit für jeden Einzelnen von uns. Das rote Licht der Barcode-Scanner, welches die Preise von Milliarden Artikeln liest oder die warmen Lichteffekte in unserem Lieblingsrestaurant fallen eigentlich nur noch ins Gewicht, wenn sie gerade einmal nicht funktionieren. Wir haben gelernt, ganz intuitiv damit umzugehen. Dabei kann Licht noch so viel mehr.
Wir befinden uns mitten in einem technologischen Umbruch, der die Einsatzbereiche dieses „Alltagsprodukts“ grundlegend verändern wird. Experten der Beleuchtungs-, Verpackungs- und Displayindustrie sehen bereits heute die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des revolutionären Lichts der Zukunft, an dem cynora seit Jahren erfolgreich forscht.
Organische Leuchtdioden
Wann schafft die OLED-Technologie den Durchbruch?
Viele Beleuchtungsmöglichkeiten mit der OLED
Mit intelligenten Technikkomponenten, zum Beispiel in den Displays von Smartphones oder Tablet-PCs, können völlig neue Wege beschritten werden, mit Licht zu interagieren. Zu den zahlreichen Anwendungen zählen unter anderem Video-Chats und sogenannte „Augmented-Reality-Anwendungen“, bei denen Zusatzinformationen zu unserer Umgebung eingeblendet werden, sobald man sie durch die Kamera eines Smartphones betrachtet. Die Technik, mit der eine Vielzahl an weiteren Anwendungen ermöglicht werden kann, ist die OLED-Technologie.
OLED steht für Organic Light Emitting Diode, zu Deutsch Organische Leuchtdiode. Das sind prinzipiell flache Bauteile, welche im Gegensatz zu „klassischen“ anorganischen LEDs flächiges Licht erzeugen und somit völlig neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Beleuchtungseinheiten bieten können: Deckenleuchten brauchen keinen Reflektor wie herkömmliche Glühbirnen, Schreibtischlampen können mit diesen hauchdünnen Leuchtmodulen zu Designerobjekten werden.
Außerdem sind OLEDs transparent herstellbar, so dass man in Zukunft auch sein Fenster als flächige Lichtquelle nutzen kann. Schon heute sind OLEDs dank ihrer hohen Energieeffizienz in sehr vielen Smartphone-Displays im Einsatz und helfen, diese noch schlanker zu gestalten und den Akku der tragbaren Geräte zu schonen. Denn OLEDs erzeugen Licht wirklich nur an der benötigten Stelle des Displays, wodurch zusätzlich auch deutlich höhere Bildkontraste möglich werden. OLEDs sind zudem flexibel, so dass bieg- oder rollbare Licht- oder Displayanwendungen möglich werden.
OLED-Produktion für die Beleuchtung
Die Rolle-zu-Rolle-Fertigung für die flexible OLED
Drei technologische Hindernisse der OLED-Technologie
Was vor kurzem noch technisch unmöglich erschien, könnte in naher Zukunft bereits in großer Stückzahl international vertrieben werden. Allerdings dominieren hochpreisige OLED-Produkte den Markt, was den komplexen Herstellungsverfahren geschuldet ist. Neue und kostengünstige Herstellungsverfahren sowie geeignete Materialien sind ein wichtiges Forschungsthema. Aus diesem Grund arbeiten wir an der Weiterentwicklung der OLED-Technologie und an der Beseitigung der technologischen Hindernisse.
Die lassen sich in drei Punkten zusammenfassen: Mangel an einem stabilen tiefblauen Farbstoff, eine begrenzte Verfügbarkeit der Ausgangsmaterialien sowie eine ineffiziente und kostenintensive Beschichtungstechnologie besonders für große OLED-Bauteile. Den Schlüssel zur Lösung der genannten Probleme sehen wir zu großen Teilen in der Singlet-Harvesting-Technologie. Dieses Verfahren erzeugt alle sichtbaren Farben –auch ein sattes blau – und basiert zu einem großen Teil auf Kupfer-Farbstoffen, welche im Gegensatz zu den bisher verwendeten Iridium-Farbstoffen deutlich besser verfügbar sind. Die dabei verwendeten Stoffe können sehr gut an materialschonende Druckprozesse angepasst werden, so dass die Bauteilherstellung stark verbessert werden kann.
Die OLED-Entwicklung aktiv mitgestalten
Im Jahr 2013 wurde cynora „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“. Der Preis zeigt, dass die Investoren auf das richtige Pferd gesetzt haben. Durch persönlichen Einsatz, große Risikobereitschaft und das rechtzeitige Erkennen von Marktnischen konnten wir uns einen großen technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb erarbeiten und wir sind zuversichtlich, die Entwicklung der OLED-Technologie aktiv mitzugestalten. Gerade die Schnelligkeit und der Mut zu unkonventionellen Lösungsansätzen unseres Forschungs- und Entwicklungsteams hat zu dem Vorsprung geführt, den wir heute gegenüber allen anderen Unternehmen haben.
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