Sprengstoff und Drogen identifizieren Terahertz-Scanner entdeckt die Gefahr

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Gefährliche Substanzen in Briefen und Päckchen konnten bisher nur recht mühsam aufgespürt werden. Mit einem speziellen Terahertz-Scanner sollen sich Gefahrstoffe leichter identifizieren lassen.

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Gefährliche Substanzen aufspüren: Der T-Cognition identifiziert Chemikalien, Sprengstoffe oder Drogen schnell und berührungslos. Über einen Abgleich mit einer Datenbank lassen sich verdächtige Spektren identifiziern. (Foto: Hübner)
Gefährliche Substanzen aufspüren: Der T-Cognition identifiziert Chemikalien, Sprengstoffe oder Drogen schnell und berührungslos. Über einen Abgleich mit einer Datenbank lassen sich verdächtige Spektren identifiziern. (Foto: Hübner)

Die ELEKTRONIKPRAXIS hat bereits 10 Lösungen aus der Welt der berührungslosen Messtechnik vorgestellt. Aber die berührungslose Messtechnik kann noch mehr: Fraunhofer-Forscher haben zusammen mit Hübner ein Terahertz-Spektrometer entwickelt, das chemische Subastanzen berührungslos und vor allem zuverlässig identifizieren soll. Vor allem im Kampf gegen Drogen oder Sprengstoff in Briefen oder flachen Päckchen konnte bisher nur sehr aufwändig und fehleranfällig geprüft werden. Sicherheitsbeamte mussten verdächtige Sendungen per Hand analysieren.

Terahertz-Technik identifiziert unbekannte Substanzen

Abhilfe schafft der T-Congition 1.0: Eine verdächtige Postsendung wird in eine Art Schublade gelegt un ddie Terahertz-Wellen überprüfen den Inhalt. Handelt es sich dabei um Sprengstoff? Die meisten Dielektrika wie Kunststoffe, Kleidung oder Papier sind für Mikrowellen transparent und können von Terahertz-Wellen mit geringer Abschwächung durchdrungen werden. Für die zerstörungsfreie Materialprüfung ist der Terahertz-Bereich äußerst interessant, da sie an der Schnittstelle zwischen Mikrowellen und Infrarot liegen.

Das Frequenzintervall liegt zwischen 100 GHz und 10 THz, was einer Wellenlänge zwischen 3 mm und 30 µm entspricht. Terahertz-Wellen vereinigen die Vorteile der angrenzenden spektralen Bereiche: Hohe Eindringtiefe und geringe Streuung bei gleichzeitig guter räumlicher Auflösung sowie der Möglichkeit unbekannte Substanzen spektral zu identifizieren.

Spektraler Fingerabdruck von Gefahrstoffen

Ähnlich wie der Infrarotbereich liefern Terahertz-Wellen spektrale Signaturen von Stoffen. Im Messgerät ist eine Datenbank integriert, die spektrale »Fingerabdrücke« von Gefahrstoffen enthält und jederzeit um zusätzliche Stoffe erweitert werden kann. Das Gerät vergleicht den Spektralabdruck der zu analysierenden Substanz mit den Werten aus der Datenbank und liefert ein eindeutiges Ergebnis.

Der Scanner arbeitet mit der Transmissions- und Reflexionsanalyse. Ist etwa Metall – als Gehäuse für einen Sprengkörper - in einem Paket, wird die Welle reflektiert und vom Empfänger gemessen. Verdächtige Päckchen können so schnell entdeckt werden.

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