Ein Leitfaden zur erfolgreichen Realisierung Umstieg auf regenerative Energie

Von Ulrich Müller

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Bevor Sie auf erneuerbare Energien umsteigen, sollten Sie sich gut über eventuelle Stolpersteine informieren. Denn mit der richtigen Planung wird vieles einfacher.

Beim Umstieg auf regenerative Energien gibt es jede Menge Stolpersteine.
Beim Umstieg auf regenerative Energien gibt es jede Menge Stolpersteine.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

„Klimaschutz geht jeden an!“ – Spätestens seit den Klimabeschlüssen von Paris 2015 ist dieser Satz wohl allen bekannt. Die Frage, die jeden bewegt lautet: „Aber was kann bzw. soll ich tun!?“

Jede und jeder, der sich mit dem Thema befasst, wird regelrecht erschlagen von der Vielzahl an Vorschriften, Regeln, Richtlinien und als sei das noch nicht genug, gibt es ein Heer von Experten, die alle für sich in Anspruch nehmen den Königsweg exklusiv zu kennen. Und letztlich bleibt die Frage nach dem Geld.

Nach dieser wenig ermutigend anmutenden Einleitung soll mit dem nachfolgenden Überblick oder besser Leitfaden eine Orientierungshilfe gegeben werden, die zeigt, dass es gut zu schaffen ist.

Der erste Schritt ist oft der schwierigste, obwohl er der naheliegendste ist. Sie, als Eigentümer/in treffen die erste grundsätzliche Entscheidung: Wollen bzw. sollen Sie das Thema überhaupt angehen und falls ja, in welchem Umfang?

Es klingt im ersten Moment doch sehr irritierend, die Frage nach dem „überhaupt“ zu stellen. Doch das ist die alles entscheidende Frage. Schließlich ist das Alter des Gebäudes, die Bausubstanz, die Nutzung und einige weitere Aspekte von Bedeutung und muss in der Planung sehr genau bedacht werden. Im Klartext geht es darum, zuerst die Rahmendaten und die entstehenden Konsequenzen genau zu überdenken, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

Es muss also von Anfang an daran gedacht werden, welche Konsequenzen mit den Sanierungsmaßnahmen einhergehen. Das Thema Dichtigkeit vs. Schimmelbildung ist an dieser Stelle als ein Aspekt zu nennen, wenn das Thema Dämmung ins Spiel kommt. Hinzu kommen die vorhandenen Budgetmittel und nicht zu vergessen, allfällige Wartungs- und Betriebskosten für Be- und Entlüftungsanlagen, um es noch konkreter zu machen.

Mit der Qualität der Vorabplanung wird die Weichenstellung einer guten Umsetzung vollzogen. Denn dadurch werden die Eigentümer sensibilisiert für sinnhafte bzw. weniger sinnhafte Vorschläge, die nun im Laufe der Projektierung kommen, sofern die Frage nach dem „überhaupt“ entsprechend mit JA beantwortet wurde. Wir sagen in unserem Beispiel, dass die Vorplanung ergeben hat, dass die Sanierung grundsätzlich sinnhaft ist. Welche Komponenten sollen nun zum Einsatz kommen. Gehen wir von einem Bestandsgebäude aus den 1970er Jahren aus. Hier wurde vor weniger als 10 Jahren eine Pelletheizung eingebaut.

Was ist zu tun? – Nichts überstürzen!

Der nächste Schritt ist sicher, einen fachkundigen Architekten mit Expertise „Energieberatung“ einzuschalten. Er kann das Gebäude in seiner Substanz bewerten und wichtige grundsätzliche Hinweise auf mögliche Maßnahmen geben. Vor allem liefert er/sie auch einen modularen Maßnahmenplan, welche Maßnahme dringend ist und welche nach und nach umgesetzt werden kann.

In dieser Phase des Projekts treten regelmäßig Fragen nach Fördermöglichkeiten auf. Die Abstimmung mit dem fachkundigen Architekten ist hier in doppelten Sinne sehr viel Geld wert. Einerseits eröffnet er oder sie den Zugang zu den einzelnen Fördermöglichkeiten, rät aber im gleichen Zug zu umsichtigen Handeln. Denn, Förderungen sind an die Einhaltung von Vorgaben gebunden und das kann unter Umständen sehr teuer werden und das angestrebte Ziel wird, eben wegen der Einhaltung der Förderrichtlinien, unter Umständen gar nicht erreicht. Geförderte Maßnahmen laufen, den Förderrichtlinien folgend, unter einem sehr strengen Regime. Wärmedämmung ist dabei das große Reizwort.

An dieser Stelle ist wirklich die zentrale Frage zu stellen, ist Dämmung wirklich sinnvoll? Eine anachronistisch anmutende Frage an dieser Stelle. Doch sollte immer bedacht werden, welche Bausubstanz bearbeitet wird und welche baulichen Mittel im IST vorhanden sind und inwieweit ein Wärmedämmverbundsystem wirklich angemessen ist? Im Einzelfall kann es so weit gehen, dass die Dachkonstruktion angefasst werden muss, damit der Dachvorsprung ausreichend ist, um die Dämmung entsprechend weit zu überdecken.

Verzögerungen einplanen, oder ganz vermeiden!

Die Bearbeitung von Förderanträgen zieht sich mit unschöner Regelmäßigkeit über Monate hin. Die Mehrkosten durch Preissteigerungen trägt der Antragsteller, zu 100 Prozent. Zu beachten ist nämlich, dass erst nach Vorliegen der Förderzusage mit den Maßnahmen begonnen werden darf. Bleibt also wirklich die Frage, Förderung ja oder nein! Hier nochmals der Hinweis auf die Qualität der Vorplanung unter Einschaltung eines Architekten mit umfassender Expertise im Bereich Energieberatung. 

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Energiekonzept realisieren! Kostenersparnis dauerhaft sichern!

Betriebskosten sorgen regelmäßig dafür, dass Wohnen teuer wird. Ob nun durch steigende Preise für Heizung oder Strom. Seit dem Jahrtausendwechsel ist der Strompreis jährlich um rund 7 Prozent linear gestiegen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Vielmehr ist durch die beschlossene CO2-Abgabe mit einer weiteren Verschärfung der Preiskurve zu rechnen.

Die Beschaffung einer Photovoltaikanlage ist an dieser Stelle eine ernsthafte Überlegung. Schließlich kann der selbsterzeugte Strom am besten genutzt werden. Speichertechnologien unterstützen zudem beim Sparen. Die Kombination mit weiteren regenerativen Energieformen ist grundsätzlich problemlos möglich. Wenn also zum Beispiel ein Biogasversorger seine Dienste anbietet, können hier Synergien genutzt werden. In unserem Beispiel funktioniert das Zusammenspiel mit der Pelletheizung problemlos.

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Ullrich Mülller ist Vertriebsbeauftragter für Kommunen, Organisationen & Verbände bei ESS Kempfle GmbH.
Ullrich Mülller ist Vertriebsbeauftragter für Kommunen, Organisationen & Verbände bei ESS Kempfle GmbH.
(Bild: ESS Kempfle)

Ein langfristiger Aspekt, den wir heute als Fachkräftemangel kennen, wird sich in der Zukunft zu einem kolossalen Problem auswachsen. Wenige Handwerker sollen in Zukunft eine große Menge an Leistungen erbringen. Es wird kaum funktionieren, aber dafür extrem teuer. Wer diesen Aspekt in seine Planung von Anfang an berücksichtigt und sich für wartungsfreie Komponenten entscheidet, wird in mehrfacher Hinsicht profitieren. Investitionskosten sind bereits zu Beginn deutlich geringer. Teure Wartungsverträge entfallen in Gänze und sparen weiter Geld. Somit ist Weitsicht von großem Vorteil, ohne auch nur im Geringsten Einschnitte im Wohnkomfort hinnehmen zu müssen.

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