Rahmenvertrag mit dem Bund Rohde & Schwarz liefert 300 Körperscanner für Flughäfen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bis zu 300 Körperscanner von Rohde & Schwarz werden künftig an Flughäfen oder an Sicherheitsschleusen in Ministerien eingesetzt. Zum Einsatz kommt die Millimeterwellen-Technik, die gesundheitlich unbedenklich ist.

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Der Körperscanner von Rohde & Schwarz nutzt Millimeterwellen-Technik, um potenziell bedrohliche Objekte unter der Kleidung oder am Körper zu erfassen.
Der Körperscanner von Rohde & Schwarz nutzt Millimeterwellen-Technik, um potenziell bedrohliche Objekte unter der Kleidung oder am Körper zu erfassen.
(Bild: Rohde & Schwarz)

An deutschen Flughäfen kommen künftig Körperscanner von Rohde & Schwarz zum Einsatz. Das Bundesministerium des Innern hatte mit dem Münchner Technologieunternehmen im Juli einen Rahmenvertrag über 300 Körperscanner des Typs R&S QPS200 unterzeichnet. Neben den 300 Geräten umfasst der Rahmenvertrag Zubehör und Service.

Der ausgewählte Körperscanner für Sicherheitskontrollen beruht auf der Millimeterwellen-Technik. Bevorzugt wird die Bundespolizei die Geräte deutschlandweit für die Fluggastkontrolle auf Flughäfen nutzen. Aber auch an Sicherheitsschleusen beispielsweise in Ministerien können die Scanner verwendet werden.

Der Körperscanner detektiert automatisch, ob eine überprüfte Person potenziell bedrohliche Objekte unter der Kleidung oder am Körper mitführt. Dabei spielt es keine Rolle, ob hart, biegsam, flüssig, metallisch oder nichtmetallisch. Meldet der Scanner einen Alarm, wird der entsprechende Bereich lediglich an einem Avatar, einer symbolischen Personengrafik, markiert.

Frequenzbereich zwischen 70 und 80 GHz

Die verwendeten Sendeleistungen sind gesundheitlich unbedenklich, und sie liegen um das hundert- bis tausendfache unter der eines Mobiltelefons. Als Frequenz wird der Bereich zwischen 70 und 80 GHz genutzt. Die Aufnahme eines Scans dauert wenige Millisekunden. Die zu überprüfende Person muss sich mit leicht abgespreizten Armen vor den Scanner stellen. Gleichzeitig wahrt die neutrale grafische Anzeige die Privatsphäre bei der Kontrolle.

Den von der European Civil Aviation Conference (ECAC) zertifizierten Körperscanner hatte die Bundespolizei bereits ausgiebig auf seine Tauglichkeit im Einsatz geprüft, beispielsweise in einer mehrmonatigen Testphase am Flughafen Hannover. Mit dem aktuellen Rahmenvertrag kann Rohde & Schwarz seinen bislang größten Auftrag für den Körperscanner verzeichnen. Weitere Aufträge aus Ländern in Europa und weltweit sind bereits eingegangen.

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