Onion Omega Raspberry Pi bekommt Miniatur-Konkurrenz auf Kickstarter

Von Sebastian Gerstl

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Mit einem Viertel der Größe eines Raspberry Pi soll der Einplatinenrechner Onion Omega besonders Entwicklern von IoT-Anwendungen die Arbeit erleichtern.

Gerade einmal 28x42 Millimeter soll der derzeit per Crowdfunding angebotene Einplatinenrechner Onion Omega messen.
Gerade einmal 28x42 Millimeter soll der derzeit per Crowdfunding angebotene Einplatinenrechner Onion Omega messen.
(Bild: Kickstarter/Onion Corporation)

Dem Einplatinenrechner Raspberry Pi erwächst derzeit über Crowdfunding ein Konkurrent im Miniformat: Mit dem Onion Omega soll noch in diesem Jahr ein Embedded Board erscheinen, dass wie das bekannte Vorbild als preisgünstige Plattform für Computerhardware- und –softwareentwicklung dienen soll.

Dabei ist der Miniaturrechner, auf dem OpenWRT Linux als voll lauffähiges Betriebssystem zum Einsatz kommen soll, mit 28,2 x 42 Millimetern gerade einmal ein Viertel so groß wie ein Raspberry Pi, Arduino oder BeagleBoard. Das Projekt stammt von der Onion Corporation, die unter anderem bereits eine Cloud-Infrastruktur für Einplatinenrechner anbietet, und hat binnen zehn Tagen bereits fast 150.000 US-Dollar eingespielt – das Zehnfache des ursprünglich angesetzten Betrags. Die Mitglieder des Teams sind unter anderen in Boston, Toronto und Shenzhen in China ansässig.

Besonders interessant für IoT-Anwendungen

Bei der geringen Größe ist es wenig verwunderlich, dass das Onion Omega nicht mit der Rechenleistung eines Raspberry Pi 2 mithalten kann. Als Prozessor kommt ein Atheros AR9331 400MHZ MIPS 24K zum Einsatz. Ebenfalls auf der Platine enthalten sind 16MB Flashspeicher, 64MB DDR2 RAM mit 400 MHz und ein 100Mbps WLAN-Modul. Das dürfte allerdings ausreichen, um den winzigen Einplatinenrechner für Anwendungen speziell im Bereich des Internet of Things interessant zu machen.

Um das Board problemlos mit externen Geräten zu verbinden, haben die Hersteller den Einsatz in einem speziellen Dock vorgesehen. Dieses stellt unter Anderem direkte Anschlussmöglichkeiten für USB-Kabel, ist aber darüber hinaus Arduino-kompatibel und soll sich entsprechend um diverse, stapelbare Shields erweitern lassen. Auf der Kickstarter-Seite stellt Onion Corporation etwa Zubehörteile wie OLED-Screens oder eine Ethernet-Erweiterung vor. Der hauseigene Onion App Store stellt für den Minirechner von Beginn an eine Reihe von Anwendungen bereit und lädt Softwareentwickler ein, ihre eigenen Kreationen hochzuladen und zu teilen.

Erste Projekte und Erweiterungen bereits vorhanden

Damit Interessierte bereits den Onion Omega im Einsatz beobachten können, haben die Entwickler eine Reihe von IoT-Projekten geschaffen, die über Internet interaktiv genutzt und per Webcam beobachtet werden können. Dazu zählen etwa ein LED-Würfel, eine Tischtennisball-Schussmaschine oder ein Tweet-Thermaldrucker.

Das Crowdfunding für den Onion Omega läuft noch bis zum 5. Mai 2015. Die Miniplatine samt Dock soll Kickstarter-Unterstützern 25 Dollar kosten und damit wesentlich günstiger als ein Raspberry Pi sein. Die Auslieferung dürfte voraussichtlich im August 2015 erfolgen. Auch diverse Erweiterungen und Kits werden im selben Kickstarter-Projekt bereits angeboten.

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