Besiedlung des Mondes NASA fördert Atomkraftprojekte für Mondoberfläche

Von Maria Beyer-Fistrich

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Die NASA möchte Atomkraftwerke auf dem Mond bauen, um die Stromversorgung für eine potenzielle Besiedlung sicherzustellen. Für dieses Vorhaben hat die US-Bundesbehörde ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit dem US-Department of Energy (Energieministerium) angekündigt.

Diese Illustration zeigt, wie ein mögliches System auf dem Mond aussehen könnte.
Diese Illustration zeigt, wie ein mögliches System auf dem Mond aussehen könnte.
(Bild: NASA)

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film: Die NASA möchte die Stromversorgung für eine mögliche Besiedelung des Mondes sicherstellen. Denn wenn Menschen auf dem Mond leben sollen, benötigen diese Menschen natürlich Energie. Dafür setzt die NASA wohl vor allem auf Kernspaltung, denn die ist unabhängig von Sonne und Umweltbedingungen. Für das Projekt hat sich die NASA Partner gesucht:

  • Lockheed Martin aus Bethesda, Maryland: Das Unternehmen wird mit BWXT und Creare zusammenarbeiten.
  • Westinghouse aus Cranberry Township, Pennsylvania: Das Unternehmen wird mit Aerojet Rocketdyne zusammenarbeiten.
  • IX aus Houston, Texas, ein Gemeinschaftsunternehmen von Intuitive Machines und X-Energy: Das Unternehmen wird mit Maxar und Boeing zusammenarbeiten.

Die Verträge, die über das Idaho National Laboratory des nationalen Energieministeriums vergeben werden, haben jeweils einen Wert von etwa fünf Millionen Dollar. Mit den Verträgen wird die Entwicklung erster Designkonzepte für ein Kernkraftwerk der 40-Kilowatt-Klasse finanziert, das in der Mondumgebung mindestens zehn Jahre lang funktionieren soll.

Bis Ende des Jahrzehnts könnten die Konzepte bereits für eine Demonstration auf dem Mond einsatzbereit sein. Die Technologien für Kernkraft auf der Mondoberfläche werden der NASA auch dabei helfen, nukleare Antriebssysteme zu entwickeln, die auf Reaktoren zur Energieerzeugung beruhen. Diese Systeme könnten laut NASA für Missionen zur Erforschung des Weltraums eingesetzt werden.

Das NASA-Projekt zur Oberflächenenergieerzeugung durch Kernspaltung wird vom Glenn Research Center der Behörde in Cleveland geleitet. Die Entwicklung des Stromversorgungssystems wird durch das Programm für Technologie-Demonstrationsmissionen des Space Technology Mission Directorate finanziert, das im Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, angesiedelt ist.

„Neue Technologien sind die Grundlage für die Erforschung des Mondes, des Mars und darüber hinaus“, erklärt Jim Reuter, stellvertretender Administrator für das Space Technology Mission Directorate der NASA. „Die Entwicklung dieser frühen Entwürfe wird uns dabei helfen, die Grundlagen für die Energieversorgung unserer langfristigen menschlichen Präsenz auf anderen Welten zu schaffen.“

Weiterführende Informationen zu den Projekten und Konzepten finden Sie auf der Homepage der NASA.

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