VDE/DKE Entwurf einer deutschen Normungs-Roadmap für E-Energy und Smart Grid vorgestellt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Die intelligente Vernetzung von Energieerzeugung, -speicherung, -verteilung und -verbrauch sowie die dazu erforderliche Normung und Standardisierung standen im Mittelpunkt des Symposiums „E-Energy – von der Vision zur branchenübergreifenden Realisierung“.

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Ergebnis des gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Normungsorganisation Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (VDE/DKE) organisierten Symposiums „E-Energy“ ist der Entwurf einer deutschen Normungs-Roadmap für die neuen Technologiebereiche E-Energy und Smart Grid.

Normen und Standards sind zur Realisierung von Smart Grid unerlässlich

„Die Roadmap soll eine nationale Standortbestimmung vornehmen und die E-Energy-Aktivitäten in Deutschland wirkungsvoll unterstützen“, so Dr. Michael Zinke vom BMWi. Die Bundesregierung will den Anteil alternativer Energien an der Stromversorgung massiv steigern. Für die Realisierung von „Smart Grid“ sind die Entwicklung neuester Technologien, eine umfassende Aufrüstung der IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) sowie Normen und Standards unerlässlich.

„Der erforderliche Informationsfluss über die verschiedenen Stufen der Energieversorgung – von der Stromerzeugung über die Verteilung bis hin zu den Haushalten und damit auch zu den Haushaltsgeräten – stellt die größte Herausforderung dar“, verdeutlicht VDE/DKE-Normungsexperte Johannes Stein.

Informationssicherheit, Datenschutz und übergreifende Nutzung von Datenmodellen

Wichtige Querschnittsthemen für Smart Grids sind Informationssicherheit, Datenschutz und die schnittstellenübergreifende Nutzung von Datenmodellen. Sie sind nicht nur in Bezug auf die Funktionsfähigkeit der Energieversorgungssysteme wichtig, sondern auch für die Akzeptanz der Anwender. Weitere Fokusthemen im Rahmen der Roadmap dienen der Umsetzung eines Energiezeugungs- und Lastmanagements als Grundlage für die Integration der dezentralen und Erneuerbaren Energieeinspeisung. Die notwendigen Normungsvorhaben hierzu bündelt VDE/DKE im Kompetenzzentrum E-Energy.

Ein neues Management der Energieversorgung ist notwendig

Die fluktuierende Einspeisung alternativer Energien und die Einbindung einer Vielzahl von dezentralen Stromerzeugern, beispielsweise durch kleine Blockheizkraftwerke, machen ein neues Management der Energieversorgung notwendig. Eine sinnvolle Einbindung der hohen Zahl an Akteuren – vom Erzeuger über den Lieferanten, den verschiedenen Marktrollen und Dienstleistern bis hin zum industriellen, gewerblichen oder privaten Endkunden – wird nach Ansicht des VDE nur erfolgreich mit einem Ausbau an Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) möglich sein.

BMWi und BMU unterstützen gemeinsam die Vision E-Energy

Die Verbindung von neuen Technologien in Energietechnik und IKT zur Lösung der kommenden Herausforderungen in der Energiewirtschaft wird im weitestgehenden Sinne als Smart Grid bezeichnet. In Deutschland haben Wirtschaft und Politik schon frühzeitig seine Schlüsselbedeutung erkannt. Daher unterstützt das BMWi in ressortübergreifender Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Realisierung dieser Vision unter dem Namen E-Energy.

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