LED-Beleuchtungslösungen Drei Fragen an Osram Opto Semiconductor

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die diesjährige Messe Light+Building wirft merklich ihre Schatten voraus. Mit einem breiten Opto-Halbleiter-Produktportfolios will Osram Opto Semiconductor aufwarten. ELEKTRONIKPRAXIS bat den Osram-Produktmanager Dr. Michael Fiebig um eine Vorschau.

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Kündigt eines der breitesten Opto-Halbleiter-Portfolios der Branche an: Dr. Michael Fiebig, Leiter Marketing und Produktmanagement SSL bei OSRAM Opto Semiconductors.
Kündigt eines der breitesten Opto-Halbleiter-Portfolios der Branche an: Dr. Michael Fiebig, Leiter Marketing und Produktmanagement SSL bei OSRAM Opto Semiconductors.
(Bild: Osram Opto Semiconductor)

Das Jahr 2015 war rückblickend gesehen recht ruhig, wenn es um Neuentwicklungen bei der LED-Beleuchtung ging. Was waren, bezogen auf die LED-Beleuchtung, Ihre Stärken?

Für uns als Komponentenhersteller war 2015 vor allem von der Motivation geprägt, wesentliche Anforderungen des Beleuchtungsmarktes noch dedizierter zu erfüllen. Denn um am Markt zu bestehen, muss man eine ständige Balance zwischen Produktperformance, Kosten und einer weitgehenden Standardisierung halten. Gleichzeitig fordert der Markt eine hohe Innovationskraft bei Technologien und Fertigungsprozessen ein.

Wir haben im vergangenen Jahr einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt: So haben wir unsere Produkte weiterentwickelt und bewegen uns insbesondere mit den Fortschritten bei der Effizienz auf hohem Niveau. Hierzu haben wir neueste Innovationen in unsere Produkte einfließen lassen und damit deutliche Steigerungen bei der Leistung, dem Preis-/Leistungs-Verhältnis, Materialkombinationen und anwendungsspezifischen Qualitätsstandards erreichen können.

Wir konnten unser Produktportfolio über alle Leistungsbereiche hinweg ausweiten und eine schnelle Umsetzung unserer neuesten Technologien forcieren. Außerdem haben wir die Basis dafür gelegt, unsere Prozesse kontinuierlich auf das schnellere und eher volumengetriebene LED-Geschäft auszurichten. Dabei nutzen wir neue Produktionskonzepte und schaffen so zusätzliche Kapazitäten.

Außerdem bieten wir unseren Kunden durch den Plattformgedanken mehr Flexibilität beim Design ihrer Lichtlösungen. Damit bezeichnen wir unsere Vorgehensweise, bei einer LED-Familie wie der Duris verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Leistungsklassen oder Farben im gleichen Gehäuse anzubieten.

Im neuen Jahr 2016 steht die Messe Light+Building an. Was werden Sie an Neuentwicklungen präsentieren? Ist schon ein Trend auszumachen?

Wir werden im Zeitraum bis zur Messe noch einige Produktneuheiten vorstellen. Auf der Light+Building präsentieren wir dann das, was wir in den letzten Monaten erarbeitet haben: eines der breitesten Opto-Halbleiter-Produktportfolios. Damit bieten wir Komponenten von Low bis High Power an, und das über alle Anwendungsbereiche hinweg. So decken wir zum einen die spezifischen Anforderungen professioneller Beleuchtung ab, wie beispielsweise eine hohe Lichtqualität in der Shopbeleuchtung. Ein Stichwort ist hier der FCI.

Zum anderen bedienen wir mit den kostengünstigen Gehäusetechnologien und anwendungsspezifischen Qualitätsstandards auch vermehrt Volumenanwendungen. Diesen Bereich werden wir 2016 weiter ausbauen; hierzu investieren wir ja auch in eine weitere Chipfertigung in Malaysia.

Abschließend noch ein Blick auf die nächsten Jahre: Die Lichtausbeute wird weiter steigen und auch vom intelligenten Licht ist die Rede. Doch mit welchen Lösungen lässt sich künftig Geld verdienen, vielleicht auch abseits der Allgemeinbeleuchtung?

Es gibt einige Anwendungen außerhalb der Allgemeinbeleuchtung, die im Hinblick auf die künftige Entwicklung großes Potenzial bieten. Allen voran der Bereich Automotive, in dem derzeit Themen wie hochauflösendes, pixeliertes LED-Licht für Frontscheinwerfer sowie auf infrarotem LED- und Laserlicht basierende Sicherheitsanwendungen wie Fahrer-Monitoring, Fahrerinformationssysteme und intelligente Fahrzeugsteuerung auf der Agenda stehen. Dann das Mensch-Maschinen-Interface; hierzu zählt beispielsweise die Erfassung menschlicher Regungen wie Eye-Tracking, Gesten- und Anwesenheitserkennung mithilfe infraroter LED. Last but not least das Thema Biometrie und Umwelt, das die Messung von Pulsfrequenz oder Blutsauerstoff sowie Licht- oder Luftqualität umfasst. Hierfür werden opto-elektronische Sensoren mit vermehrt direkt integrierten analogen und digitalen Funktionalitäten eingesetzt.

In all diesen sowie weiteren Bereichen nehmen wir heute schon eine führende Stellung oder einen Platz unter den Top 3 weltweit ein und werden künftig weiter in sie investieren. Die Diversifizierung auf die unterschiedlichsten Technologien und Anwendungsgebiete sowie die mehr als 40-jährige Erfahrung sind wesentliche Vorteile unseres Unternehmens – bezogen auf Stabilität, Innovationskraft, Lernzyklen und damit auch den Umsatz.

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