Partnerschaft Das Industrial Internet als Rückgrat von Industrie 4.0

Franz Graser

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Die Zusammenarbeit des Industrial Internet Consortiums (IIC) mit der Industrie-4.0-Plattform bietet eine Chance für den Mittelstand. Co-Autor Professor Heiner Lasi wird das IIC auch beim IoT-Kongress in München vorstellen (www.iot-kongress.de).

Das Testbett-Prinzip: In dem internationalen Projekt „Track and Trace“ testet Bosch mit seinen Partnern des Industrial Internet Consortium vernetzte Industriewerkzeuge. Hierbei handelt es sich um das erste Innovationsprojekt des IIC aus Europa.
Das Testbett-Prinzip: In dem internationalen Projekt „Track and Trace“ testet Bosch mit seinen Partnern des Industrial Internet Consortium vernetzte Industriewerkzeuge. Hierbei handelt es sich um das erste Innovationsprojekt des IIC aus Europa.
(Bild: Bosch)

Unter dem Begriff der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) wird vielfach die Integration neuartiger Informations- und Kommunikationstechnik in die industrielle Produktion beschrieben. Das avisierte Ziel vieler Initiativen ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Senkung von Kosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität.

In der Kommunikation lassen sich zunehmend Szenarien identifizieren, die darwinistische Thesen zur Veränderung unserer Wirtschaft beinhalten. Industrie 4.0 als Begriff trägt damit inhärent die Botschaft, dass die Lage der Industrie ernst und die Notwendigkeit zur Adaption in den Unternehmen unumgänglich ist.

Industrial Internet: keine Bedrohung, sondern Chance

Seit der Hannover Messe 2016 und der Verkündung der Kooperation des Industrial Internet Consortiums (IIC) mit der Plattform Industrie 4.0 durch die Bundeskanzlerin, wird ein weiterer Begriff immer präsenter: das „Industrial Internet“. Damit rollt nach Industrie 4.0 die nächste Welle auf unsere Industrie zu, die unaufhaltsam einen weiteren, mitunter disruptiven Wandel bringen wird.

Insbesondere für kleine und mittelständisch geprägte industrielle Unternehmen (KMU) stellt sich damit die Frage, wie sie den Anschluss an den Wandel und damit ihre Position im Wettbewerb behalten können. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass das „Industrial Internet“ weniger als eine Bedrohung, sondern vielmehr als eine der größten unternehmerischen Chancen insbesondere für den Mittelstand verstanden werden kann.

Das IIC beim IoT-Kongress 2016

Das industrielle Internet bildet einen zentralen Schwerpunkt beim diesjährigen IoT-Kongress der ELEKTRONIKPRAXIS (14./15.September, Kongresszentrum München, Lazarettstraße 33, www.iot-kongress.de).

Professor Heiner Lasi, der Mitautor dieses Beitrags, wird am 15. September die Zielstellung und den Ansatz des Industrial Internet Consortiums vorstellen. Darüber hinaus werden weitere Vorträge interessante Ansätze und Anwendungsbeispiele aus dem Umfeld des industriellen Internet beschreiben. Das Programm und alle weiteren Informationen finden Sie im Detail auf der Website www.iot-kongress.de.

Dies bestätigen auch aktuellen Studien. Beispielswiese sieht das amerikanische Unternehmen General Electric (GE) die sich durch eine vernetzt agierende Wirtschaft ergebenden Möglichkeiten als eine „Trillion-Dollar-Opportunity“ für die Beteiligten.

Gartner geht davon aus, dass Anbieter von Produkten und Services im Bereich des Internet der Dinge (IoT) einen zusätzlichen Umsatz von 300 Milliarden Dollar bis 2020 erzielen können. Studien von Mc Kinnsey und Cisco weisen ähnliche Szenarien aus. Hieran zeigt sich, dass sich hinter dem Industrial Internet nicht eine neue Welle zur Kostensenkung verbirgt, sondern vielmehr große Potentiale zur Realisierung zusätzlicher Wertschöpfung den Treiber darstellen.

Das Industrial Internet Consortium versteht entsprechend unter dem Industrial Internet ein Internet der Dinge, Maschinen, Computer und Menschen, das mithilfe leistungsfähiger Datenanalysen intelligente Geschäftsprozesse ermöglicht, die die Wertschöpfung verändern. Durch internetbasierte Standards für Services, Technologien und Produkte entstehen interoperable und interkonnektive Lösungen die dazu führen werden, dass sich bestehende Domänengrenzen auflösen und eine Verschmelzung der Wertschöpfung über bisherige Branchen hinweg erfolgen wird.

Das Industrial Internet adressiert damit in Abgrenzung zu Industrie 4.0 nicht primär den Produktionsbereich (Fertigung und Montage), sondern branchenübergreifend alle wertschöpfenden Felder wie Gesundheitswesen, Transport, Energie, den öffentlichen Sektor und Ähnliches.

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