Warum das Elektroauto die Umwelt nicht retten kann



  • Als Dieselfahrer wird man heute an den Pranger gestellt, weil man für dicke Luft in den Metropolen und den Klimawandel sorgt. Der Heilsbringer ist das Elektroauto. Doch ökologisch gesehen ist das Unsinn. Denn „saubere Energie“ in Europa heißt Dreck für die Dritte Welt.

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  • Hallo,
    ist in die Berechnung der Energie (Herstellung) und aller Transportkosten für das Benzin / Diesel Fahrzeug mit einberechnet?
    Ich habe die Vermutung das das nicht passiert ist.
    Liebe Grüße
    Andreas Bardusch



  • @ Frau Rinortner
    Es wäre aber ein Anfang !! Ich kann tausende von Gründen nennen was die Umwelt NICHT rettet. Und warten wir mal ab - dann brauchen wir KEINE seltene Erden mehr; dann hat sich diese Argumentation erübrigt.
    Und sie setzen Elektroauto gleich mit dem Typ der Batterie; falsch
    Wir brauchen übrigens das Öl für was anderes; es ist viel zu wertvoll es zu verbrennen.



  • Mich wundert es immer wieder zu lesen; das Elektroauto ist aus nicht die Lösung.
    In der Geschichte finden sich solche Aussagen immer wieder. Wir können auch wieder Kerzen zum Lesen nehmen. Egal was man anfängt, es gibt auf der einen Seite Nachteile und auf der anderen Vorteile. Alleine schon eine lineare Bewegung in eine kreisförmige zu wandeln ist im Falle von Motoren keine gute Idee. Der Elektromotor ist dem Verbrenner hinsichtlich Wirkungsgrad weit überlegen. Eigentlich gibt es zum Elektroauto nur Vorteile. Das schlimmste ist
    irgendetwas zu verbrennen obwohl wir die Luft zum Atmen brauchen.
    Die sogenannten Nachteile werden mit laufenden Verbesserungen laufend kleiner werden. Je eher wir die Verbrenner loswerden um so besser. Das Elektroauto ist nicht der Heilsbringer, da fehlt es an noch vielen Verbesserungen angefangen bei der Stromversorgung. Der Diesel, Benziner steht zurecht am Pranger. Es hätte schon viel länger umgeschwenkt werden können.
    Es geht eben nicht nur um Gewinne. Eine Politikänderung kann es im September geben. Einen schönen Tag noch.



  • @admin ganz schlecht recherchiert. Für seine Aussagen hat Lesch übrigens eine Menge Prügel eingesteckt und das völlig zu recht. Sein Beitrag über eMobility war das genaue Gegenteil seiner sonstigen Beiträge: An den Haaren herbei gezogen und entgegen der Realität.
    Alleine schon seine Rechnung für den benötigten Ladestrom war völliger Unsinn, denn nach seiner Rechnung würden alle Autos jeden Tag zum selben Zeitpunkt in ca. 5 Minuten eine 100% Ladung aufnehmen. Bei einer durchschnittlichen Tagesfahrleistung von 40 km pro Auto in Deutschland, braucht man aber nur ca. 7 kWh pro Auto pro Tag. Das geht über Nacht ganz unproblematisch aus einer normalen Steckdose. Er sollte lieber bei der Kosmologie bleiben, denn von der hat er im Gegensatz zur Elektrotechnik Ahnung.
    Auch die Aussagen zur Lithiumgewinnung gingen völlig daneben. Das Wasser, dessen Verlust immer so angeprangert wird, ist gesättigte Salzlösung. Schüttet man das auf einen Acker, dann wird da nie wieder etwas wachsen.
    Die Problme mit der Wasserknappheit insbesondere in Chile kommen primär durch den in der selben Gegend statt findenden Kupferbergbau.
    Das Auto alleine ist nicht das gesamte Umweltproblem, darum kann eMobility nicht alles lösen, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.



  • Wir müssen uns trauen etwas neues zu tun nur so funktioniert Fortschritt.
    Ob man nun alles dabei umsetzen muss steht auf einem anderen Blatt.
    Es wäre schön wenn wir diese Dinge immer ganzheitlich betrachten und nicht nur punktuell.
    Elektromotor versus Verbrennungsmotor hat mit Sicherheit eine menge Vorteile.
    Ob der Strom dann aus einer Batterie kommen muss oder über eine Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis erzeugt wird, könnte am Ende dann doch für den E-Antrieb sprechen.



  • Die Transformation der Autoproduktion ist ein erster Schritt, bei dauerhafter Lithiumbasis sicher sehr umweltschädlich und amortisiert sich bei selten genutztem Individualverkehr kaum, wie sie ja schon berichtet. Was mit dieser Technologiewelle noch ganz außen vor bleibt in der öffentlichen Diskussion, ist die gesamte Energielieferkette! Diese muß qualitativ grün und in quantivativ schwindelerregend ausreichender Menge Energie über alle Schwankungen der Erzeugung und den Nachfrage ausgebaut werden, und das in innerhalb von ca. einem Autolebenszyklus. Ich meine nicht nur den vieldiskutierten Tankstellenausbau auf Basis von einheitlichen Steckdosen und Tarifen. Es ist vor allem die Beschaffung, Windrädern, PV-Anlagen, Energiespeicherung, Wandlung in Wasserstoff und anderen chemischen Trägerstoffen zum effektiven Transport und Langzeitspeicherung - wir müssen z. B. auch 14-Tage-Wetterschwankungen und auch ca. 40%ige jahreszeitliche Schwankungen grundsätzlich auf der Erzeugerseite mit einplanen.

    Zum Nachdenken lest mal ein paar Fachbücher mit allgemeinbildendem Wortschaft, z. B. Fritz Vahrenholt; Sebastian Lüning: Unerwünschte Wahrheit. Gerade erschienen (2020). Hier ein paar Auszüge zum Thema:
    " Immerhin wuchs der (grün erzeugte) Anteil an der gesamten Stromversorgung von 18,6% (2018) auf 25,1%. ... In Deutschland hatten die Erneuerbaren Energien 2019 einen Anteil von 35,3% an der Stromerzeugung (bezogen auf den in D erzeugten Strom). ... Der heutige Strombedarf beläuft sich auf 1,6TWh pro Tag. Eine zehntägige Flaute bedarf eines Speichers von 16TWh. Das entspricht ungefähr dem 400-fachen der aktuell in Deutschland installierten Pumpspeicherkapazität. 2050 wäre der Stromverbrauch bei 2,5TWh pro Tag (Wachstum von 15,5% alle 10 Jahre). ...Pumpspeicher, deren zwischengespeicherte elektrische Arbeit etwa 40GWh beträgt. Das reicht als Speicher lediglich für 36 min. der deutschen Stromversorgung. ...
    Wir wissen , dass das Windangebot von Jahr zu Jahr um bis zu 40% (+/-20%) schwanken kann. ...
    Bei vielleicht 100Euro/kWh Investionskosten für eine Lithiumbatterie und dem heutigen Verbrauch von 1,6TWh pro Tag erfordert eine 10-tägige Flaute 1600Mrd. Euro Investitionsmittel. Um die Schwankungen eines Jahres auszugleichen, braucht es 40TWh, entsprechend 4000 Mrd. oder 50.000Euro/Einwohner - alle 8 bis 10 Jahre."



  • Der Feststellung, dass eAutos die Umwelt nicht retten können, wenn nicht gleichzeitig "Verkehr" umgestaltet wird, stimme ich jedenfalls zu. Gleichzeitig könnte der Artikel verwendet werden, um Verbrennungskraftmaschinen gegenüber eAntriebe zu rechtfertigen, was ein Trugschluss wäre.
    Die Feststellung "Denn 'saubere Energie' in Europa heißt Dreck für die dritte Welt" führt manipulativ zur Sichtweise, dass es besser wäre, bei Verbrennungskraftmaschinen zu bleiben. Die Aussage, dass eMobilität aktuell zu einer Verbesserung der Umweltsituation - auch in der dritten Welt - beiträgt, fehlt komplett:
    *** "Für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 Kilowattstunden (kWh) werden nach den gängigen Berechnungsmethoden 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht nach Prof. Fichtners (Helmholtz-Insitut Ulm) Angaben dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans. " Tagesspiegel vom 4.12.2019.
    *** Aktuell beträgt die für eMobilität verwendete Kobaltmenge ca. 10 %, bis 2026 werden 25 % geschätzt (Deutsche Rohstoffagentur). Trotzdem ist seit Jahrzehnten niemand aufgestanden und hat die Herstellung von Diamantwerkzeug als umweltbelastend angeprangert, obwohl der Anteil am Kobalt aktuell höher ist, als für eAutos.
    *** Erdölgewinnung ist kein sauberes Geschäft: Die Verwüstung und Umweltschäden, die durch Lithium- und Kobalt-Abbau entstehen, sind im Vergleich zur Erdölgewinnung und -transport verheerend, werden im vorliegenden Beitrag ignoriert. Ebenso wird zur Erdöl-Gewinnung Wasser in die Lagerstätte gepumpt (bei Fracking werden z.B. für ein Barrel Rohöl ca. 950 Liter Wasser und 40 Kubikmeter Erdgas benötigt). Hinweis: für das Lithium einer Batterie benötige ich das Wasser für ein Auto einmal, für den Antrieb eines Verbrenners wird das Wasser für die Gewinnung von Rohöl laufend benötigt.
    ...
    So sehr ich der Conclusio des Artikels zustimmen kann, so sehr verwehre ich mich gegen das Ausklammern der durch den Betrieb von Verbrenner bedingten Umweltschäden.



  • "Im Vergleich zum Diesel bringt ein Elektroauto, über die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet, mit einem relativ kleinen Akku mit einer Kapazität von 40 kWh erst nach 72.000 km einen Klimavorteil." - also einem vergleichbaren Diesel wie dem Elektroauto mit 40 kWh?

    "Elektroautos, die heute gekauft und in Deutschland genutzt werden, haben eine deutlich bessere Klimabilanz als Diesel und Benziner" (14. März 2019)
    https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2019/presseinfo-07-elektroautos-klimabilanz.html

    Ich bin auch skeptisch, ob das Elektroauto die Lösung ist. Ich finde es gleichzeitig aber natürlich gut, dass etwas unternommen wird. Ich hoffe nur, dass dies kein reiner Aktionismus ist, sondern auch gut durchdacht ist. Dabei frage ich mich auch immer wieder, warum hört man nichts mehr von (LPG und) CNG? Zumindest als Zwischenlösung bis vielleicht die Elektromobilität oder der Wasserstoffantrieb weiter ausgereift und das Netz und die Infrastruktur ausgebaut sind.



  • Natürlich muß man in sich von althergebrachten Verkehrskonzepten lösen und mit zukünfitigen technischen Möglichkeiten denken. Zu Überbrückung der letzten Meilen zwischen dann hoffentlich funktionieredem öffentlichen Nah- und Fernverkehr und ländlichem Raum oder in allen Innenstädten fahren Roboterautos, sind viele Studen am Tag im Einsatz, haben kurze Wartezeiten zum Aufladen und werden sich schon nach ein bis zwei Jahren als Zugewinn für unser Klima fahren.

    Lassen wir Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning aus "Unerwünschte Wahrheit", erschienen 2020 sprechen:
    "Auch 2030 bis 2040, bei angenommener 100%-Versorgung mit CO2-freiem Strom, gilt dies für die ersten 40.500 km (E-Golf), wegen des chinesische oder ostasiatischen CO2-Rucksacks, den die Batterie trägt. ...
    Allerdings stößt die Batterieentwicklung auf ein ernsthaftes Problem: "Würde ein VW nur noch E-Autos produzieren, so benötigte der Konzern etwa 130.000 Tonnen Kobalt pro Jahr. Die Weltproduktion beträgt etwa 123.000 Tonnen, schreibt Jörg Wellnitz, Professor an der TU Ingolstadt."

    Aber ich kann mir nun auch ausmalen, warum 30% der VW-Aktien im Besitz eines Energielieferanten liegen: "Platz und Sonnenenergie ist in Saudiarabien und den norafrikanischen Staaten reichlich vorhanden, um mit riesigen Solaranlagen Strom für 2Eurocent zu produzieren. ... Der Nachteil vonsynthetischen Kraftstoffen sind die großen Energieverluste bei der Herstellung. So werden energetisch aus 100% erneuerbare, Strom 44% synthetische Kraftstoffe."

    Schade nur bei so viel aussichtsreicher Zukunft, VW bekommt die gegenwärtigen Probleme zur Sicherung der Energierzeugung ihrer Produktionswerke nicht in den Griff: Kohlekraftwerk Hannover Stöcken, daß auch dem naheliegenden Werk zu großen Teilen versorgt soll bald abgeschaltet werden. Es gibt aber kein Ersatz! Und die Standorte Eolfsburg und Salzgitter können demnächst vermeintlich grüne Technik auch nur fossil herstellen...

    Dierk Tiedemann



  • Ich kann mich den Aussagen der vorangehenden Kommentare nur anschließen.
    Es ist immer wieder die annähernd gleiche Argumentationsweise, die nur Bezug auf die negativen Auswirkungen der Batterie-Herstellung und der Gewinnung der Rohstoffe dafür nimmt. Natürlich ist das derzeit noch problematisch.
    Leider wurde auf dem Gebiet der Akku-Technologien Jahrzehnte lang kaum Forschung, betrieben, oder wenn, dann nur auf sehr niedrigem Niveau. (war ja auch nicht nötig ... es gab ja Öl ohne Grenzen)
    Wenn die Autohersteller ihre Glaubwürdigkeit nicht ganz verlieren wollen, dann tun sie gut daran möglichst schnell Recycling-Konzepte für Lithium-Batterien zu entwickeln und auch umzusetzen. Die ersten Ansätze sind bereits am Kommen. (siehe Northvolt und Tesla ...)
    Ich möchte nur darauf hinweisen, wie lange der Weg bei den Verbrennern war, bis man den Treibstoffverbrauch und den Ausstoß von "Dreck" bis auf den heutigen Stand reduziert hatte. Und nochmal: es kann nicht sein, dass wir den wertvollen Rohstoff Erdöl einfach nur verbrennen!
    Außerdem sehe ich keine Alternative zum Elektromotor bezüglich Wirkungsgrad.
    Dass sich auch die Art der Mobilität ändern muss ist zweifellos. Ich aber lebe auf dem Land, und werde mittelfristig nicht ganz auf das Auto verzichten können und wollen.



  • Ich kann mich den Asführungen der Verfasserin des Artikels nur anschließen.
    Man müsste ihn mit großen Buchstaben an unsere zuständigen Politiker schicken.
    Aber die Autolobby hat sich inzwischen mit ihrem neuen Konzept schon festgelegt.und damit ist die Sache
    dann hoffungslos.



  • Die entscheidente Aussage in diesem Artikel (auch sonst bekannt): Kleine Elektroautos sind umweltfreundlicher, "40 kWh erst nach 72.000 km ", große eigentlich NICHT "166.000 km (95 kWh)", denn das Auto wird vorher verschrottet. Ob die Zahlen nun ganz genau stimmen, ist für diese Aussage nicht ganz wichtig. Die Tendenz ist eigentlich auch logisch!
    Was machen nun sowohl Autohersteller, Bundesregierung und Autokäufer: Sie stürzen sich auf die großen Autos mit viel Reichweite, viel Komfort. Die Autohersteller weil man mehr damit verdienen kann, die Bundesregierung, weil sie denkt, dann steigen mehr um, und die Autokäufer, weil das Geld da ist und man den größeren SUV als der Nachbar oder Kollege haben will.
    Was brauchen wir wirklich: In Großstädten besseren Nahverkehr, auf dem Lande kleine Autos mit viel Stauraum, also die bekannte Bauart kompakt und klein, die auch mit Benzin fast mit 3 Liter auskommt. Bessere und bezahlbare Bahnverbindungen. Keine Förderung des Großraum-SUV in Elektro. Das wäre der konkrete Ansatz. Keine Schnelladesäulen. Sondern kleine Autos mit Steckdosen oder Kraftstromsteckdosenlademöglichkeit. Und keine Verschrottungsprämie gut laufender Benzin/Diesel-Autos.



  • @andreas-bardusch Es gibt auf den Internet eine Berechnung von einen Berliner Professor. Ein Benzin Auto nimmt während seiner Fahrt Tonnen von Luft auf. Verbrennungsvorgang ist Benzin& Sauerstoff. Das Elektroauto schleppt die Energie herum. Für kurze Strecken halt ich E-Autos für gut. Hausbesitzer mit PV sind privilegiert. Autos mit 500km Reichweite. Was soll das ? Es ist viel zu gefährlich so lange Strecken öfters zu fahren . Da fährt man mit der Bahn und sitzt dort wie einen Wohnzimmer im Speisewagen.


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