80 Prozent Wirkungsgrad dank Solarkonzentration



  • Solarkraftwerk
    80 Prozent Wirkungsgrad dank Solarkonzentration

    Eine neue Generation der Solartechnik bringt mehrfachen Nutzen für den Anwender. Wo immer er auch wohnt – er erhält Elektrizität, Kühlung im Sommer, Wärme im Winter und jederzeit sauberes Trinkwasser. Der Schlüssel dazu ist die Konzentration von Sonnenenergie mit Hilfe einer Parabolschüssel.

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  • »Sie liefert an einem sonnigen Tag insgesamt 32 Kilowatt, …«
    Aha.



  • Die Zahlenwerte sind etwas verwirrend. 80% Wirkungsgrad bei 12kW Strom und 20kW Abwärme. Da komm ich auf eher auf 38%. Wenn die Anlage an einem sonnigen Tag nur 32kWh liefert, dann war das ein recht kurzer Tag.



  • kann man den Hersteller
    und einen Pauschalpreis nennen?



  • Die 80% beziehen sich auf die gesamte, nutzbare Energie, die mit der Sonnenblume aus eingehender Sonnenenergie gewonnen werden kann. Geht man von 100% Sonneneinstrahlung aus, wird davon 30% in elektrische und 50% in thermische Energie konvertiert, die beide direkt nutzbar sind. Vor allem letzteres Merkmal verdeutlicht, wo das hauptsächliche Einsatzgebiet und Nutzen dieses Systems ist, nämlich z.B. abgelegene Dörfer in Wüstenregionen, die neben der elektrischen Energie vor allem die thermische Energie zur Kühlung oder Wasserentsalzung nutzen können. In diesen Regionen scheint die Sonne vielleicht 10h lang am Tag und da die „Solarschüssel“ der Sonne kontinuierlich nachgeführt wird und die Konzentration so erhalten bleibt, kann man von einer praktisch linearen Energiegewinnung ausgehen und gelangen damit auf 320kWh. Damit lassen sich mehrere Haushalte mit Energie versorgen. (Marco Schmid, Autor).



  • Gerne: der Hersteller ist Dsolar, welche zur Airlight Energy Gruppe gehört: www.airlightenergy.com.



  • Sie liefert an einem sonnigen Tag insgesamt 32 Kilowatt, … ist vielleicht etwas unglücklich formuliert. Besser wäre: die Sonnenblume liefert am sonnigen, wolkenlosen Tag 32kW Leistung, was über eine Zeitdauer von z.B. 10h (Wüstenregion) 320kWh Energie pro Tag liefert.



  • Anstatt die Photovolatikzellen zu kühlen, könnte man die überschüssige Abwärme mit Thermovoltaikzellen direkt vor Ort zsätzlich noch einmal in Strom umwandeln.
    Wirkungsgrad dieser Thermovoltaikzellen betragen ca. 38% in thermisch offenen Systemen und ca. 98% in thermisch geschlossenen Systemen. Das Know-how dafür ist schon bei eksom lange da, aber bisher fehlten die notwendigen Millionen.



  • Das ist nicht unglücklich formuliert, das ist falsch. Ich dachte immer Elektronik-Praxis richtet sich an Ingenieure… Gibt es eine qualifizierte Schlusredaktion? Wenn solche Basics schon durchrutschen sind minimale Anforderungen nicht erfüllt.
    Naja, kost ja auch nix!



  • Hallo, ich bin da vielleicht nicht ganz up to date aber kann mir jemand erklären wie man heiße Kühlflüssigkeit zum Kühlen verwenden kann?



  • Heiß und kalt sind relative Attribute: Bei einem Verbrennungsmotor wird ca. 90 Grad Celsius heißes Wasser zum Kühlen verwendet.
    Man kann aber auch 40 Grad kaltes Wasser zum Wärmen nehmen.
    * zuletzt geändert von: HieronymusFischer am 01.09.2015 um 10:42 Uhr *



  • Die bolometrische (das komplette elektromagnetische Spektrum umfassende) Sonneneinstrahlung in der Erdumlaufbahn beträgt 1,367 kW/qm. Unter Berücksichtigung atmosphärischer Absorptionen verbleiben ca. 1 kW/qm auf der Erdoberfläche. Bei einer Fläche von 40 qm ergibt sich daher eine ankommende Strahlungsleistung in der Sonnenblume in Höhe von 40 kW. Der resultierende Wirkungsgrad der Anlage ist demnach mit 32/40 = 80 % aus meiner Sicht plausibel.

    Grundsätzlich hätte eine ganz normale flächige Anordnung von Solarzellen den gleichen Wirkungsgrad, wenn es gelänge, die die dort gleichfalls entstehende Wärme zu nutzen, was indessen nicht so einfach ist. Deswegen liegt der Clou tatsächlich in der Strahlungskonzentration und der damit möglichen Abwärmenutzung. Allerdings ist dieses Konzept nach meinem Wissen nicht neu (höchstens die kompakte Anordnung der Anlage).

    Meines Erachtens ist dabei die direkte Nutzung von Wärme unterm Strich in den meisten Fällen eine bessere Lösung (höherer Wirkungsgrad), als die Umwandlung von Wärme in Strom - und dann möglicherweise wieder Umwandlung von Strom in Wärme.



  • „Sie liefert an einem sonnigen Tag insgesamt 32 Kilowatt“: Was ich mit diesem Satz eigentlich ausdrücken wollte: die Leistung der Sonnenblume beträgt „insgesamt“ (= elektrisch + thermisch) 32kW, wenn der Tag sonnig ist. Ich bitte Sie als Leser um Entschuldigung für diesen Fehler und habe den Text entsprechend angepasst (Marco Schmid, Autor).



  • @ HieronymusFischer „Allerdings ist dieses Konzept nach meinem Wissen nicht neu (höchstens die kompakte Anordnung der Anlage)“. Das ist korrekt. Stirling Energy Systems beispielsweise entwickelte ein ähnliches System. Ihr „Suncatcher“ bezog aus einem Vier-Zylinder-Stirlingmotor mit Wasserstoff als Kreislaufmedium eine elektrische Leistung von 25 kW (Wikipedia). Des Weiteren gibt es auch Solar-Concentration-Tubes, die eine höhere Leistung bringen, aber auch um einiges grösser sind. Die Sunflower zeichnet sich einerseits durch ihre Kompaktheit und ihren Wirkungsgrad aus, wobei hier der Receiver von IBM mit gekoppelter elektrischer und thermischer Energiegewinnung einen wichtigen Beitrag liefert. Andererseits ist es ein kostengünstiges Design, das z.B. dank Spezialbeton und pneumatisch gekrümmten Spiegeln (anstelle von „richtigen“ gekrümmten Spiegeln) die Herstellkosten massiv senkt. Damit wird die Anlage auch für Entwicklungsländer erschwinglich.
    * zuletzt geändert von: MarcoSchmid am 02.09.2015 um 20:07 Uhr *



  • Die Anlage kombiniert mit der Thermovoltaik (=Strom aus jeder Wärme- und Abwärmequelle) würde im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar sein.
    EKSOM Thermovoltaik pps…



  • Das ist alles nicht neu, scheiterte aber an der Konstruktion und der geringen Temeraturdifferenz, die einen beträchtlichen Aufwand mit entsprechendem Preis erforderte.
    Eine Anlage mit einer derart guten Ausnutzung wäre schon ein Fortschritt.


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