Autonom und emissionsfrei 6,8-MWh-Batterie: E-Containerschiff Yara Birkeland sticht erstmals in See

Das weltweit erste elektrisch betriebene und selbstfahrende Containerschiff Yara Birkeland ist zu seiner Jungfernfahrt in den Oslofjord aufgebrochen.

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Die Yara Birkeland: auf dem Weg nach Norwegen.
Die Yara Birkeland: auf dem Weg nach Norwegen.
(Bild: Yara)

Die Yara Birkeland unternahm im Rahmen ihrer Vorstellung eine kurze Reise mit Besatzung in die Hauptstadt Oslo. Dort beginnt nun eine zweijährige Testphase der Technologie, die das Schiff selbstfahrend machen soll, sodass es schließlich als autonomes, vollelektrisches Containerschiff zertifiziert werden kann.

Auf ihrer Jungfernfahrt fuhr die Yara Birkeland von der Stadt Horten ins rund 70 km entfernte Oslo. Der Besuch in der Hauptstadt wurde arrangiert, damit die Projektpartner das Schiff aus nächster Nähe erleben konnten, und damit Regierungsvertreter, darunter Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, eine Führung durch den Vorstandsvorsitzenden von Yara, Svein Tore Holsether, erhielten.

Emissionsfreie und autonome Schifffahrt

Die Yara Birkeland wurde in Zusammenarbeit mit der Kongsberg-Gruppe entwickelt und von Vard mit finanzieller Unterstützung von Enova gebaut und soll ab 2022 im kommerziellen Einsatz sein. Das 80 Meter lange Schiff wird von einer 6,8-MWh-Batterie angetrieben und kann bis zu 3.200 Tonnen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 28 km/h transportieren.

Neben der Produktion des Schiffes zapft Yara seine eigenen Ammoniakvorräte an, die bei der Düngemittelproduktion verwendet werden, um eine kohlenstofffreie Kraftstoffquelle zu entwickeln, die später an Bord der Yara Birkeland verwendet werden soll. Das Interesse an Ammoniak als Alternative zu Diesel für die Langstreckenschifffahrt ist beträchtlich und wächst weiter, obwohl es derzeit noch viele Probleme bei der Herstellung und der optimalen Nutzung gibt.

„Wir sind stolz darauf, das erste vollelektrische und selbstfahrende Containerschiff der Welt vorstellen zu können. Es wird 1.000 Tonnen CO₂ einsparen und 40.000 Fahrten von dieselbetriebenen Lkw pro Jahr ersetzen“, freut sich Svein Tore Holsether, CEO von Yara. Am Freitagmorgen begrüßte er Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und den Minister für Fischerei und Meerespolitik Bjørnar Skjæran auf der Yara Birkeland, nachdem das Schiff seine Jungfernfahrt nach Oslo, Norwegen, beendet hatte.

Deutlich weniger Emissionen während des Transports

„Wir haben uns schon lange auf diesen Tag gefreut. Die Yara Birkeland wird Mineraldünger zwischen Porsgrunn und Brevik transportieren und dazu beitragen, die Emissionen während des Transports erheblich zu senken. Dies ist ein hervorragendes Beispiel für einen umweltfreundlichen Übergang in der Praxis, und wir hoffen, dass dieses Schiff der Beginn eines neuen Typs emissionsfreier Containerschiffe sein wird. Es gibt viele Orte auf der Welt mit überlasteten Straßen, die von einer High-Tech-Lösung wie dieser profitieren werden“, sagt Holsether.

„Norwegen ist eine große Seefahrernation, und andere Nationen schauen auf Norwegen, wenn es um umweltfreundliche Lösungen auf See geht. Yara Birkeland ist das Ergebnis unserer umfassenden Kenntnisse und Erfahrungen im norwegischen maritimen Cluster und in der Industrie. Das Projekt zeigt, wie wir eine weltweit führende Innovation entwickelt haben, die zum grünen Wandel beiträgt und große Exportchancen für die norwegische Technologie und Industrie bietet“, sagt Geir Håøy, CEO der Kongsberg-Gruppe.

„Auf dem Weg zu einer emissionsarmen Gesellschaft müssen die Verkehrsemissionen auf nahezu Null sinken. Um dies zu erreichen, brauchen wir Projekte, die den Markt verändern können – Projekte, die das Potenzial haben, den Weg für andere zu ebnen und das Tempo des Wandels in ihrem Sektor zu erhöhen. Wir glauben, dass das erste autonome und vollelektrische Containerschiff der Welt genau das tun wird“, sagt Nils Kristian Nakstad, CEO von Enova.

Der grünen Schifffahrt gehört die Zukunft

Parallel zum Bau von Yara Birkeland hat Yara mit dem neu gegründeten Unternehmen Yara Clean Ammonia die Entwicklung von grünem Ammoniak als emissionsfreiem Kraftstoff für die Schifffahrt eingeleitet.

„Erneuerbare Energie war unser Ausgangspunkt im Jahr 1905. Jetzt kann Ammoniak uns zu unseren Wurzeln zurückbringen. Unser großes Schifffahrtsnetz und die bestehende Infrastruktur bedeuten, dass Ammoniak das Potenzial hat, der führende Treibstoff für die Langstreckenschifffahrt weltweit zu werden“, sagt Magnus Krogh Ankarstrand, CEO von Yara Clean Ammonia.

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Als weltgrößter Düngemittelhersteller ist Yara auf Ammoniak angewiesen, um Düngemittel herzustellen und die ständig wachsende Bevölkerung zu ernähren. Gleichzeitig macht die derzeitige Ammoniakproduktion 2 Prozent des weltweiten Verbrauchs an fossiler Energie aus. Dies entspricht etwa 1,2 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Welt.

„Als weltgrößter Hersteller von Ammoniak hat Yara einen offensiven Plan von internationalem Ausmaß gestartet, um sowohl die derzeitigen Emissionen zu beseitigen als auch die Produktion von neuem, sauberem Ammoniak zu etablieren“, so Ankarstrand.

Das Video zeigt Ausschnitte von der Jungfernfahrt der Yara Birkeland von Horten nach Oslo

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Link: Zu Yara

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