BMBF und Industrie 360 Mio. Euro für die Solarzellenforschung

Redakteur: Andreas Mühlbauer

Strom aus Kunststoffsolarzellen ist Ziel einer Forschungsinitiative des Bundesforschungsministeriums und der Industrie. Dabei sollen Solarzellen entwickelt werden, die billiger, vielseitiger, großflächiger und leichter sind als die herkömmlichen anorganischen Bauelemente auf Siliziumbasis.

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Bundesforschungsministerin Annette Schavan und die Vorstände von BASF, Bosch, Merck und Schott haben eine gemeinsame Technologieinitiative für organische Photovoltaik vorgestellt. Sie wollen in den kommenden Jahren dafür insgesamt 360 Mio. € bereitstellen. Ziel der Forschung sind biegsame, leichte und kostengünstige Solarzellen. Schavan erklärte: „Die Initiative zur organischen Photovoltaik zeigt, wie wir Kräfte bündeln und in neue Technologien investieren.“

Das Bundesforschungsministerium stellt für Verbundprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Fördermittel von 60 Mio. € bereit. Gleichzeitig haben die beteiligten Unternehmen der Initiative zugesagt, 300 Mio. € in Forschung und Entwicklung zu investieren. „Die optischen Technologien entwickeln sich immer stärker zum Innovationsmotor in Deutschland. Ich lade weitere Partner, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dazu ein, sich ebenfalls an der Initiative zur organischen Photovoltaik zu beteiligen“, sagte Schavan.

Biegsam, dünn und transparent wie eine Folie

Die Technologieinitiative soll für die Entwicklung neuer und entscheidend verbesserter Solarzellen auf Basis organischer und polymerer Materialien sorgen. Im Unterschied zu herkömmlichen Solarzellen können organische Solarzellen biegsam, dünn und transparent wie eine Folie sein. So eignen sie sich beispielsweise für den Einsatz zur Stromversorgung von Mobiltelefonen. Angestrebt wird auch der Einsatz von organischen Solarzellen in der Bauindustrie, wo sie künftig auf Dächern, Fassaden oder sogar Fenstern Strom erzeugen könnten. Voraussetzung für solche Anwendungen sind deutlich bessere Wirkungsgrade, eine wesentlich höhere Lebensdauer der Bauelemente sowie geringere Herstellungskosten. Insbesondere hier besteht Forschungsbedarf.

Schavan betonte: „Die neue Generation von organischen Solarzellen kann nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz in Zeiten des Klimawandels sein. Sie birgt auch hohes wirtschaftliches Potenzial. Deutschland kann hier im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle einnehmen.“

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