Raumfahrt Foto der Apollo-11-Landestelle erledigt Mond-Verschwörungstheorien

Franz Graser

Der Lunar Reconaissance Orbiter, eine NASA-Sonde, die den Mond umkreist, hat klare Bilder der Landestelle von Apollo 11 geliefert. Damit dürfte der endgültige Beweis erbracht sein, dass die erste Mondlandung von 1969 tatsächlich stattgefunden hat.

Der Lunar Reconaissance Orbiter hat die Landestelle von Apollo 11 fotografiert. Klar zu sehen sind die Unterstufe des Landemoduls (LM), das Passive Seismic Experiment Package (PSEP) sowie der Laser Ranging Retro Reflector (LRRR).(NASA/GSFC/Arizona State University)
Der Lunar Reconaissance Orbiter hat die Landestelle von Apollo 11 fotografiert. Klar zu sehen sind die Unterstufe des Landemoduls (LM), das Passive Seismic Experiment Package (PSEP) sowie der Laser Ranging Retro Reflector (LRRR).
(NASA/GSFC/Arizona State University)

Das Online-Magazin Space.com hat ein Bild des Lunar Reconaissance Orbiter (LRO) veröffentlicht, das den Landeplatz von Apollo 11 aus der Mondumlaufbahn zeigt. Auf dem Foto sind die Unterstufe der Mondlandefähre, wissenschaftliche Geräte sowie Überbleibsel der Fußspuren zu sehen, die Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin bei ihrem historischen Ausflug auf dem Erdtrabanten hinterlassen haben.

Darüber hinaus zeigen die Bilder die Abdeckung des Laser Ranging Retro Reflectors (LRRR). Der Laser-Reflektor diente als Spiegel für ein Experiment, bei dem die Entfernung zwischen Erde und Mond mit einem Laserstrahl gemessen wurde. Dieses Experiment erwies sich als erstaunlich langlebig: Noch 30 Jahre nach der Mondlandung wurde das Gerät für die Vermessung der Erde-Mond-Distanz genutzt. Dabei stellte sich 1999 heraus, dass sich der Mond in 30 Jahren um vier Fuß (also 1,2 Meter) von der Erde entfernt hatte.

Darüber hinaus wurde das Passive Seismic Experiment Package geortet, mit dem die seismische Aktivität des Mondes gemessen wurde.

Der LRO fotografierte die Landestelle aus einer Höhe von 24 Kilometern. Die dabei gemachten Bilder bieten nach Aussage von NASA-Offiziellen den bisher besten Blick auf die Reste der ersten Reise der Menschheit auf einen anderen Himmelskörper.

Die Bilder zeigen, dass die ersten Menschen auf dem Mond in ihrem Aktionsradius sehr eingeschränkt waren. Die Spuren der beiden Astronauten decken gerade mal das Areal eines typischen Häuserblocks ab, ließ die NASA verlauten. Das liegt daran, dass für die Astronauten Armstrong und Aldrin nur zwei sehr kurze Phasen außerhalb der Landefähre vorgesehen waren; insgesamt verbrachte das Duo lediglich zweieinhalb Stunden auf der Mondoberfläche.

Überdies wurden erst die drei letzten bemannten Mondmissionen ab Apollo 15 mit einem Mondauto ausgestattet.

Der LRO hatte zuvor schon Bilder anderer Landestellen aufgenommen, unter anderem von der letzten bemannten Mondmission Apollo 17 aus dem Jahr 1972, bei der Eugene Cernan und Harrison Schmitt den Erdtrabanten betreten hatten. Der Erkundung der historischen Apollo-11-Stätte kommt aber natürlich ein besonders hoher Stellenwert zu.

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